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BNP Paribas AM integriert Nachhaltigkeitskriterien in allen Fonds

Der französische Asset Manager möchte sich an vorderster Front für Energiewende, Umwelt und Gleichberechtigung engagieren. Schon bald wird kein Mandat mehr an ESG-Faktoren vorbeikommen.

Frederic Janbon
Frederic Janbon, BNP Paribas AM: "Der Finanzsektor muss jetzt handeln und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen."
© BNP Paribas AM

BNP Paribas Asset Management hat sich unternehmensweit verschärfte Nachhaltigkeitsziele gesetzt. "Bis 2020 werden ESG-Faktoren in alle Investmentprozesse integriert", teilt der Fondsanbieter mit. Zudem wolle BNP Paribas AM "durch eine aktive Einflussnahme auf Unternehmen und Branchen die Rolle der Finanzindustrie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft schärfen".

Damit folgt BNP Paribas AM anderen Fondsanbietern, die kundgetan haben, ESG-Kriterien in jeden Investmentprozess integrieren zu wollen. Im Oktober vergangenen Jahres hatte sich beispielsweise Europas größter Asset Manager Amundi entsprechende Ziele gesetzt.

Bei BNP Paribas AM sollen drei Themen im Vordergrund stehen: Energiewende, Umwelt und Gleichberechtigung – im Branchenjargon als "3E" bezeichnet (Energy Transition, Environment und Equality). Bei Research, Titelauswahl und Engagement würden damit konkrete Ziele verfolgt, etwa eine niedrige Kohlendioxidintensität, Schutz der Wälder, sauberes Trinkwasser oder die Erhöhung des Frauenanteils in den Vorstandsetagen.

"Wir stehen an einem Scheideweg"
Der Asset Manager hat zudem Richtlinien eingeführt, die für alle Publikumsfonds regeln, wann ein Portfoliomanager in eine konkrete Branche investieren darf – und wann nicht. Jüngstes Beispiel sei die neue Ausschlussrichtlinie für Kohleförderer und Kohleverstromer, so die Investmentgesellschaft. BNP Paribas AM legte nach eigenen Angaben bereits 2002 einen ersten "sozialverantwortlichen Investmentfonds" auf.

"Wir stehen an einem Scheideweg. Der Finanzsektor muss jetzt handeln und Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft übernehmen", sagte BNP-AM-Vorstandschef Frederic Janbon. "Mit unserer Global Sustainability Strategy wollen wir den Standard für Marktführerschaft im nachhaltigen Investieren setzen", ergänzte Jane Ambachtsheer, Leiterin Nachhaltigkeit des Fondsanbieters. "Mit ihr definieren wir klare Ziele und Kennzahlen, an denen wir unseren Erfolg und die Auswirkungen auf unsere Kunden und die Wirtschaft messen." (bm)

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