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BMO: Aktien nur mehr moderat übergewichten, günstigere Kurse abwarten

Investoren sollten die Anlageklasse Aktien nur moderat übergewichten, rät Steven Bell, Chefvolkswirt bei BMO Global Asset Management.

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An den Märkten könnte eine Korrektur drohen, erklärt Steven Bell, Chefvolkswirt bei BMO Global Asset Management, zwischen den Zeilen seines aktuellen Marktkommentars.
 
© Fotolia

Die Chancen für eine weiterhin positive Entwicklung der Aktienmärkte stehen grundsätzlich gut, institutionelle Investoren sollten die Anlageklasse aber trotzdem nur moderat übergewichten. Das rät Steven Bell, Chefvolkswirt bei BMO Global Asset Management. "Sollten die Unternehmen ihre Gewinndynamik beibehalten und die Erwartungen weiterhin übertreffen, dann werden die Marktbewertungen nicht länger zu hoch erscheinen", sagt Bell.

Risiken nicht angemessen eingepreist
Dennoch empfiehlt er, Aktien im Portfolio nur moderat überzugewichten: "Wir denken, dass der Markt die bestehenden politischen Risiken nicht in angemessener Weise berücksichtigt und einpreist. Gleichzeitig beschäftigt uns die Selbstzufriedenheit vieler Marktakteure aufgrund der guten Gewinnentwicklung vieler Unternehmen und der zurückgegangenen Volatilität."

In den kommenden Wochen und Monaten könnten sich bessere Kaufgelegenheiten ergeben, schätzt Bell. Derzeit signalisierten nur wenige Indikatoren eine günstige Bewertung: "Daher sollten Investoren Dividendentitel weiterhin im Blick behalten, aber auf günstigere Einstiegsmöglichkeiten warten."

Reflation im Entengang
Besonders aufmerksam verfolgt Bell die Situation in den USA. Dort hat Präsident Donald Trump damit zu kämpfen, seine Pläne für eine Steuerreform und höhere Infrastrukturausgaben auf den Weg zu bringen. "Das Tempo der Reflation ist erlahmt und entspricht mittlerweile mehr dem einer lahmen Ente als einem springenden Tiger", sagt Bell. Der US-Dollar hat seit Ende vergangenen Jahres an den Devisenmärkten zudem kontinuierlich an Wert verloren.

Aktien internationaler Großkonzerne überflügeln Small- und Mid-Caps. Und der nach der Wahl im November 2016 einsetzende Börsenaufschwung in einzelnen Sektoren wie etwa bei Finanztiteln hat nachgelassen oder ist gänzlich zum Erliegen gekommen. Außerdem sind einige Konjunkturindikatoren wie das US-Verbrauchervertrauen unter die Höchststände gerutscht, die sie nach der Wahl Trumps erreicht hatten.

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