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BlueBay AM: Holzpreise zeichnen Entwicklung der Kryptowährungen nach

Während die Preise für Kupfer und Bauholz durch die Decke gehen, bringt die US-Finanzministerin Janet Yellen mit jüngsten Äußerungen zu Zinserhöhungen andere Marktsektoren in Bedrängnis, so Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management.

Mark Dowding
Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management
© BlueBay AM

„Janet Yellen schafft die Grundlagen dafür, dass die Marktteilnehmer auf steigende Zinsen vorbereitet sind, sobald die Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder zur Vollbeschäftigung zurückkehrt“, sagt Mark Dowding in seinem aktuellen Marktkommentar. ND weiter: „Wir sehen die Märkte weiterhin in einer Seitwärtsbewegung, obwohl der US-Arbeitsmarktbericht im Laufe des heutigen Tages einen Impuls geben könnte. Die zu erwartenden Daten könnten bestätigen, dass sich die US-Wirtschaft in einer gesunden Expansion befindet, wobei in einigen Sektoren Angebotsengpässe und Verknappungen auf eine aufgestaute Nachfrage treffen.

Immer mehr Anzeichen für Inflationanstieg
Infolgedessen sehen Mark Dowding und seine Kollegen bei BlueBay AM immer mehr Anzeichen für einen Preisdruck: Insbesondere die Rohstoffpreise steigen weiter, wobei Kupfer und Bauholz bemerkenswerte Gewinne verzeichnen. Die Holz-Futures sind im vergangenen Jahr um mehr als 400 Prozent und allein im vergangenen Monat um 60 Prozent gestiegen. Man könne als mit Fug und Recht sagen, dass die Holzpreise die Entwicklung der Märkte für Kryptowährungen nachzeichnen, so Dowding.

Steigende US-Kerninflationsrate prognostiziert
Für den kommenden Monat prognostiziert sein Haus einen Anstieg des US-Kernpreisindex von 1,6 Prozent auf 2,5 Prozent. Obwohl ein Teil dieses Anstiegs als ‚vorübergehend‘ bezeichnet werden kann, da er Basiseffekte aus dem Jahr 2020 widerspiegelt, ist man skeptisch, dass die Inflation anschließend zurückgehen wird, wie viele Marktbeobachter und die Federal Reserve derzeit prognostizieren. "Unserer Ansicht nach könnte ein moderater Anstieg der Inflationserwartungen dazu führen, dass sich in den kommenden Monaten etwas höhere Preissteigerungen durchsetzen. Aktuell haben wir den Eindruck, dass die politischen Entscheidungsträger dies begrüßen würden. Janet Yellen zumindest scheinen höhere Preise in dieser Woche zum Leid insbesondere der Tech-Aktienanleger nicht ungelegen zu kommen: Die US-Finanzministerin und frühere Notenbankchefin kündigte erstmals die Möglichkeit steigender Zinsen an", resümiert der CIO von BlueBay AM.

"Bewusster" Kommunikationsfehler von Yellen?
In gewisser Hinsicht könnte es sich um einen (bewussten) Kommunikationsfehler des Finanzministeriums gehandelt haben, vermutet Dowding, weil sich Yellen der Notwendigkeit der operativen Unabhängigkeit der Fed sehr bewusst ist – insbesondere nach der Trump-Präsidentschaft, in der die Unabhängigkeit der Fed offen diskutiert wurde. Nichtsdestotrotz könen man getrost davon ausgehen: Yellen schafft die Grundlagen dafür, dass die Marktteilnehmer in den USA und die Finanzmärkte auf steigende Zinsen vorbereitet sind, sobald die Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder zur Vollbeschäftigung zurückkehrt. (kb)

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