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BlackRock: Worauf bei Erneuerbare-Energien-Investments zu achten ist

Institutionelle Investoren täten gut daran, ausreichend Gelder in Erneuerbare-Energien-Investments zu stecken. Dabei sollte der Fokus auf jüngere Projekte gerichtet sein, um möglichst zukunftsfähig aufgestellt zu sein und um höhere Renditen abgreifen zu können, meint BlackRock.

David Giordano, Globaler Leiter BlackRock Renewable Power
David Giordano, BlackRock
© BlackRock

Infrastruktur-Investments im Bereich erneuerbare Energien können institutionelle Portfolios dem Vermögensverwalter BlackRock zufolge zukunftsfähig machen. „Nicht nur für die nächsten fünf Jahre, sondern für das nächste Jahrhundert“, schreibt David Giordano, Globaler Leiter BlackRock Renewable Power, in einer Einschätzung. BlackRock zufolge bieten erneuerbare Energien die umfassendsten Anlagechancen innerhalb des breiter gefassten Bereichs private Infrastruktur.

Zunehmende Bedeutung
BlackRock erkennt eine zunehmende Nachfrage nach Infrastrukturinvestments im Bereich erneuerbare Energien. Der Vermögensverwalter verweist auf Zahlen des Immobilien-Informationsdienstleisters Institutional Real Estate, Inc. (IREI). Demzufolge dürften entsprechende Investments in den Portfolios institutioneller Investoren im Schnitt von zuletzt 4,4 Prozent auf 7,1 Prozent zulegen (Quelle: IREI Institutional Investing in Infrastructure, 2019). 

Attraktive, stabile Erträge
Für dieses steigende Interesse gibt es BlackRock zufolge mehrere Gründe. „Die Erträge im Bereich erneuerbare Energien sind im Vergleich zu anderen Anlageklassen attraktiv. Und sie haben sich als langfristig stabil erwiesen, auch in der Corona-Pandemie“, schreibt Giordano.

Ertragstreiber entsprechender Projekte seien vor allem die Verfügbarkeit von Wind und Sonne, die Kapitalkosten zur Finanzierung von Projektentwicklungen und die Elektrizitätspreise. „Diese spezifischen Risiken machen erneuerbare Energien zu einer natürlichen Quelle der Risikostreuung und verringern das Aktienrisiko eines Gesamtportfolios. Zudem schätzen Investoren zunehmend den Inflationsschutz, den die Anlageklasse bieten kann.“ BlackRock geht davon aus, dass der Trend hin zu nachhaltiger Geldanlage dem Bereich erneuerbare Energien in den kommenden Jahren Renditevorteile bescheren könnte.

Umfeld ändert sich laufend
Allerdings gelte es zu berücksichtigen, dass dieser Bereich sich wandele. „Steigende Allokationen, zunehmende Marktteilnehmer und abnehmende Subventionen verändern die Investment-Landschaft“, gibt Giordano zu bedenken. Angesichts dessen sollten Investoren ihre bisherigen Allokationen auf den Prüfstand stellen. „Das heutige Marktumfeld für den Betrieb bestehender Anlagen ist wettbewerbsintensiv. Daher sehen wir materielle Risiken bei Anlagen in einem reiferen Stadium, denn ihr Renditeprofil ist asymmetrisch nach unten verzerrt. Risiken im Zusammenhang mit Projektentwicklungen in fortgeschrittenen Stadien und deren Umsetzung sind spezifischer und daher direkter zu managen als langfristige Annahmen zu den Energiepreisen.“

Weltweite Streuung empfehlenswert
Zudem biete sich ein globaler Investmentansatz an. Denn der Markt für erneuerbare Energien befinde sich je nach Region in unterschiedlichen Phasen des Zyklus und entwickle sich unterschiedlich schnell. „Ein Ansatz, der sich auf einzelne Länder oder Regionen beschränkt, führt zu geringerem Renditepotenzial und höheren Risiken. Denn er bietet weniger Optionen und Risikostreuung in Bezug auf Wetter, Regulierung und Kapitalmarktumfeld.“

Regionale Unterschiede
Asien entwickelt sich nach Einschätzung von BlackRock in Bezug auf erneuerbare Energien besonders dynamisch, die USA blieben weiterhin interessant. „In Europa bieten Offshore-Windkraftanlagen unserer Ansicht nach die skalierbarsten Chancen, wobei Frankreich, die Iberische Halbinsel und Nordeuropa das stärkste Wachstum verzeichnen“, schreibt Giordano. (aa)

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