Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

BlackRock verrät, welche Stilfaktoren derzeit interessant sind

Der weltweit größte Vermögensverwalter ist einer der Big Player im Bereich faktorbasiertes Investieren und informiert darüber, welche Faktorstile aktuell aussichtsreich sind und welche Faktoren Investoren derzeit lieber untergewichten sollten.

Hamed Mustafa, Leiter Institutional Sales Deutschland im Bereich ETF und Index Investing bei BlackRock
Hamed Mustafa, Leiter Institutional Sales Deutschland im Bereich ETF und Index Investing bei BlackRock
© Axel Gaube für Institutional Money

Vor dem Hintergrund, dass über Aktienstilfaktoren Mehrrenditen und Diversifikationsvorteile möglich sind, kommentiert Hamed Mustafa, Leiter Institutional Sales Deutschland im Bereich ETF und Index Investing bei BlackRock, monatlich die aktuelle Faktor-Sicht von BlackRock. Die Einschätzung im Februar lautet wie folgt

Übergewichtet bleibt BlackRock bei Quality-Aktien, sprich bei Papieren qualitativ hochwertiger Unternehmen mit besonders gesunden Bilanzen – auch wenn BlackRock dieses Übergewicht zuletzt zurückgefahren hat. Gründe dafür waren, dass die relative Stärke des Faktors abgenommen hat, während die Bewertungen angezogen haben. Dennoch spricht das Konjunkturumfeld mit abnehmendem Wachstum weiterhin für diesen eher defensiven Faktor.

Ein Untergewicht hält BlackRock im Faktor Size, also bei Aktien kleinerer Unternehmen. Dieses Untergewicht hat BlackRock zuletzt ausgeweitet, sprich der Asset Manager ist noch zurückhaltender geworden. Gründe dafür sind, dass die relative Stärke nachgelassen hat und das Konjunkturumfeld eher für andere Faktoren spricht. Die inzwischen günstigere Bewertung, die im Vergleich zu anderen Faktoren attraktiv ist, kann dies nicht aufwiegen.

Bei Momentum-Aktien, also Werten im Aufwärtstrend, ist BlackRock aktuell wieder etwas zuversichtlicher. Daher hat BlackRock die Position in diesem Faktor von einem leichten Untergewicht auf eine neutrale Gewichtung ausgebaut. Auslöser dafür ist, dass sich die relative Stärke verbessert hat. Auf der anderen Seite dämpft die Bewertung entsprechender Aktien BlackRocks Einschätzung nach wie vor.

BlackRocks Positionierung in Minimum-Volatility-Aktien mit relativ geringer Schwankungsbreite bleibt neutral. Zwar haben sich die relative Stärke sowie die Bewertung aufgrund der erwarteten Gewinne verbessert, und auch das Konjunkturumfeld ist für diesen Faktor förderlich. Jedoch ist die Bewertung aufgrund der tatsächlichen Cashflows zuletzt gestiegen.

Bei Value-Aktien, das heißt zum Beispiel bei Titeln mit niedrigen Kurs-Gewinn- oder Kurs-Buchwert-Verhältnissen, bietet sich BlackRocks Ansicht nach ebenfalls eine neutrale Positionierung an. Zuletzt hat BlackRock seine Position dort wieder leicht zurückgefahren, denn die relative Stärke hat nachgelassen. Gleichzeitig ist das Konjunkturumfeld nicht sonderlich förderlich, denn Value-Werte entwickeln sich erfahrungsgemäß besonders gut bei anziehendem Wachstum. Die attraktive Bewertung fällt im Vergleich dazu nicht allzu stark ins Gewicht. (aa)


BlackRock hält am 13. Institutional Money Kongress (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress  Center) ein Gruppengespräch mit dem Titel: "Alpha-Quellen mit Faktorrotationsstrategien diversifizieren".

Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

 

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren