Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

BlackRock setzt Selbstverpflichtung zu Nachhaltigkeit um

Mit einer Reihe von Maßnahmen macht BlackRock Nachhaltigkeit zu seinem neuen Investmentstandard. Seit der Ankündigung dieser Selbstverpflichtung und entsprechender Initiativen im Januar hat man deutliche Fortschritte erzielt. Damit integriert man Nachhaltigkeit umfassend in den Investmentprozess.

kames2.jpg
© thithawat / stock.adobe.com

Darin bestärkt fühlt BlackRock sich zum einen durch die Tatsache, dass nachhaltige Anlagestrategien angesichts der erhöhten Volatilität im Zuge der Corona-Krise bessere Ergebnisse erzielten als traditionelle Ansätze. So übertrafen 51 von 57 Nachhaltigkeits-Indizes nach Angaben von Morningstar ihre jeweilige traditionelle Variante. Auf der Ebene einzelner Unternehmen zeigte sich während des Abverkaufs an den Märkten ein statistischer Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeits-Merkmalen und der Wertentwicklung der entsprechenden Aktien. Zum anderen ist die Nachfrage vonseiten der Anleger weiter gestiegen, was zu Mittelzuflüssen in Rekordhöhe führte. Global und branchenweit verbuchten nachhaltige Publikumsfonds und ETFs im ersten Quartal unter dem Strich 40,5 Milliarden US-Dollar (37,6 Milliarden Euro) frisches Kapital.

Drei Bereiche
Die mehrjährigen Initiativen, die BlackRock im Januar angekündigt hat, umfassen drei Bereiche: erstens nachhaltige, robuste und transparente Portfolios, zweitens besserer Zugang zu nachhaltigem Investieren sowie drittens stärkeres Engagement und mehr Transparenz bei Abstimmungsverhalten und Investment-Stewardship-Aktivitäten.

Vor diesem Hintergrund hat BlackRock in den vergangenen Monaten folgende Maßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet:

- Stärkere Integration von Nachhaltigkeit: Bis Ende 2020 werden ESG-Kriterien in den 5.600 aktiv gemanagten Anlageportfolios, in denen BlackRock 1,8 Billionen US-Dollar (1,7 Billionen Euro) Kundenvermögen verwaltet, vollständig integriert. Ende April war dies bereits zu 70 Prozent der Fall.
- Ausstieg aus Kraftwerkskohle: BlackRock hat sich von allen Investitionen (Aktien und Anleihen) in Unternehmen getrennt, die mehr als 25 Prozent ihrer Umsatzerlöse aus der Kohleproduktion erwirtschaften.
- Erweiterung aktiv gemanagter Nachhaltigkeits-Strategien: Seit Jahresanfang ergänzt unter anderem der Global Equity Impact Fund, der mit den IFC Operating Principles der Weltbank in Einklang steht, BlackRocks Angebot in Europa. Ebenfalls neu ist der BGF ESG Fixed Income Global Opportunities Fund – der erste flexible Anleihenfonds auf BlackRocks Luxemburger Plattform, der im Rahmen der europäischen Fondsrichtlinie UCITS aufgelegt ist.
- Neue ESG-Daten und -Analysen: Für die Community seines Risikoanalyse- und Anlageverarbeitungssystems Aladdin entwickelt BlackRock eine ESG-Intelligence-Plattform, um ESG-Faktoren zu integrieren und deren finanziellen Auswirkungen besser verstehen zu können. Zudem gab der Vermögensverwalter Anfang Mai eine strategische Partnerschaft mit der Rhodium Group bekannt, einem führenden unabhängigen Klimaforschungsunternehmen. Dessen Daten wird BlackRock mit seinen eigenen Risikomodellen kombinieren. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Analyseverfahren für Klimarisiken, die sich weltweit auf verschiedene Anlageklassen auswirken können.
- Ausbau von ESG-ETFs: Seit Januar hat BlackRock in Europa, den USA und Kanada 16 neue ESG-ETFs aufgelegt. Für die kommenden Monate sind elf weitere ESG-ETFs geplant.
Innovative nachhaltige Geldmarktfonds: BlackRock hat die branchenweit erste ökologisch nachhaltige Geldmarktstrategie aufgelegt. Inzwischen verwaltet die Cash-Management-Produktreihe zwölf Milliarden Dollar (elf Milliarden Euro). Damit ist nachhaltige Geldanlage nun auch in einem bis dato neuen Bereich möglich.
- Integration von Nachhaltigkeit in Modellportfolios: Seit Januar hat BlackRock ESG-Modellportfolios aufgelegt, als zentrale Komponenten der Produktpaletten in Europa und den USA. Darüber hinaus wurden die Target-Allocation- und Managed-Index-Portfolios in den USA und in Europa um ESG-Produkte ergänzt. Zudem wurden ESG-konforme Bausteine in die BlackRock Managed Index Portfolios (BMIPs) und Target Allocation Portfolios in Europa und den USA einbezogen.
Noch transparenterer Investment-Stewardship-Ansatz: Die Prioritäten für den Dialog mit den Unternehmen, in die BlackRock treuhänderisch im Auftrag seiner Kunden investiert, wurden in diesem Jahr erstmals mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (UN SDGs) abgeglichen. Dazu gehören unter anderem Geschlechtergleichstellung. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren