Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

Bitcoin macht Gold zunehmend Konkurrenz, meint J.P. Morgan

Immer mehr institutionelle Investoren schichten Kapital von Gold in Kryptowährungen um, zeigt eine Studie von J.P. Morgan. Die US-Bank geht davon aus, dass diese Rotation in den kommenden Jahren deutlich an Wucht gewinnen wird.

adobestock_113319883_billionphotos.com.jpg
© BillionPhotos

Der Höhenflug des Bitcoin steht noch ganz am Anfang, sagen Experten der Investmentbank J.P. Morgan Chase. Je beliebter die Kryptowährung bei Investoren wird, desto stärker dürfte indes ihrer Einschätzung nach eine andere Anlage unter Druck geraten: Gold. Laut einem Bericht des Portals Finanzen.net skizzieren Analysten der Bank in einer Studie, dass die Geld-Rotation von dem Edelmetall in Bitcoin womöglich bereits begonnen hat. So flossen seit Oktober fast zwei Milliarden US-Dollar in das Krypto-Anlagevehikel Grayscale Bitcoin Trust. Im selben Zeitraum flossen rund sieben Milliarden Dollar aus Gold-ETFs ab.

Als Hauptgrund für die beachtlichen Umschichtungen nennt JP Morgan die steigende Akzeptanz der wichtigsten Digitalwährung unter institutionellen Investoren. Die Analysten der US-Bank sehen in dieser Entwicklung einen langfristigen Trend, der sich gewissermaßen selbst verstärkt. Je mehr große Institutionelle in Cyberdevisen investieren, desto mehr Finanzmarktprofis dürften nachziehen. Der immer noch junge Krypto-Markt wird dadurch wohl spürbaren Rückenwind bekommen – und Gold immer heftigeren Gegenwind.

Milliarden-Umwälzungen in Sicht
Schon kleine Umschichtungen von Profi-Anlegern können am Goldmarkt spürbare Erschütterungen auslösen. So halten Family Offices aktuell 3,3 Prozent aller Assets in Gold-ETFs, aber nur 0,18 Prozent des Anlagevermögens in Bitcoin. Sollte sich dieses Verhältnis umkehren, würden in beiden Märkten Milliarden bewegt – zu Ungunsten von Gold. Das Edelmetall dürfte in den kommenden Jahren unter "strukturellem Gegenwind" leiden, heißt es in der Studie von JP Morgan. Andere Marktbeobachter, etwa von der Deutschen Bank und Blackrock, rechnen ebenfalls damit, dass Gold auf lange Sicht der Verlierer des Bitcoin-Booms ist. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren