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Bitcoin: DZ Bank bringt sich analytisch gegen EZB in Stellung

Dass Warnungen vor Bitcoin-Risiken, etwa durch die EZB, durchaus berechtigt sind, haben die vergangenen Tage und Wochen zwar einmal mehr bestätigt. Ganz so dramatisch wie teils dargestellt, ist die Lage der führenden Kryptowährung dann aber doch nicht, heißt es in einer aktuellen DZ Bank-Analyse.

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Wie hat man die jüngsten Marktentwicklungen von Bitcoin zu interpretieren? Im nächsten Chart die kurze und prägnante Einschätzung der DZ Bank – einfach ins Bild klicken ...
© myst

Die führende Kryptowährung präsentiert sich auch nach den Kursverlusten zwischen Mitte April und Mai, als sich der Kurs ausgehend von einem Rekordhoch von knapp 65.000 USD binnen weniger Wochen mehr als halbiert hatte, weiterhin anfällig. Gestern rutschte der Wert erstmals seit Januar vorübergehend wieder unter die Marke von 30.000 USD.

Druck von Notenbanken und Regierungen
Druck erfährt die Kryptowährung "derzeit vor allem aus den USA. So hat die Federal Reserve nach Lesart einer Mehrheit der Finanzmarktteilnehmer mit ihrer Sitzung in der letzten Woche zu verstehen gegeben, dass sie durchaus bereit ist, früher als bislang angenommen Leitzinserhöhungen ins Auge zu fassen, sollte der Preisdruck anhaltend auf einem unangemessenen hohen Niveau verharren. In der Konsequenz verliert ein zentrales Argument der Bitcoin-Befürworter, wonach Euro, Dollar & Co. im Gegensatz zu Bitcoin keinen Schutz vor Inflation bieten würden, tendenziell an Attraktivität. Zu schaffen machte Bitcoin darüber hinaus die im Nachgang zur Fed-Sitzung zu beobachtende Zunahme der Risikoaversion an den Finanzmärkten. Verstimmt reagierte die Kryptowährung zudem auf Meldungen aus China. Hier scheint die Führung in Peking zusätzliche Maßnahmen zu unternehmen, um Bitcoin & Co. das Leben schwerer zu machen", schreibt in diesem Zusammenhang die DZ Bank.

DZ Bank relativiert EZB-Skepsis
Viele prominente Investoren, Zentralbanker und politisch Verantwortliche werden nicht müde hervorzuheben, dass ein Engagement in Bitcoin und anderen Kryptowährungen eine riskante Spekulation ist. Anfang dieser Woche war es EZB-Direktoriumsmitglied Panetta, der seine skeptische Haltung in einem Interview klar zum Ausdruck brachte. "Dass diese Warnungen durchaus berechtigt sind, haben die vergangenen Tage und Wochen zwar einmal mehr bestätigt. Ganz so dramatisch wie teils dargestellt, ist die Lage der führenden Kryptowährung dann aber doch nicht. Zum einen hat sich der Kurs schon wieder etwas erholt, so dass seit Ende Mai eine volatile Seitwärtsbewegung attestiert werden kann. Zum anderen steht verglichen mit dem Kurs vor einem Jahr immer noch ein sattes Kursplus von 250 Prozent. Zumindest für langfristig orientierte Bitcoin-Investoren hat sich das Engagement also weiterhin eindeutig gelohnt", heißt es von der DZ Bank. (hw)

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