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Berenberg und Universal-Investment arbeiten an neuen Kreditfonds

Die Hamburger Privatbank Berenberg und Universal-Investment bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich alternative Investments weiter aus und bereiten derzeit zwei neue geschlossene Kreditfonds in Luxemburg vor. Die Gelder sollen in Private Corporate Debt und Schiffsfinanzierungen fließen.

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© zest_marina / stock.adobe.com

Institutionellen Investoren stehen bald weitere Kreditfonds zur Auswahl. Denn Berenberg und Universal-Investment arbeiten derzeit an Luxemburger Kreditfonds, über die Direktkredite für Unternehmens- bzw. erstrangig besicherte Schiffsfinanzierungen vergeben werden. Damit soll sich die Palette gemeinsamer Kreditfonds auf neun Teilfonds in vier SICAV-Strukturen vergrößern, mit einem dann gegebenen Zielvolumen von insgesamt 2,75 Milliarden Euro. In naher Zukunft sollen die beiden neuen Fonds in den Vertrieb an professionelle Anleger gehen. Darüber informieren die beiden Gesellschaften per Aussendung.

Lars Hagemann und Henning Tietjen verantworten die Corporate-Debt-Fonds auf Seite Berenbergs. „Die etablierte und eher konservative Finanzierungsstrategie Berenbergs hat es uns in den vergangenen Jahren ermöglicht, langfristig orientierte Großinvestoren zu gewinnen, mit denen wir über die „Universal-Plattform“ gemeinsam mit führenden Finanzinvestoren und Unitranche-Fonds mittelständische Unternehmen finanzieren“, so Hagemann.

„Das Zusammenspiel der jeweiligen Kreditfonds ermöglicht es uns, als einziger Finanzierer aus einer Hand großvolumig Finanzierungsvolumina in der mittlerweile etablierten Finanzierungs-Nische „Super Senior/First-Out“ sowie Senior-LBO-Finanzierungen zur Verfügung zu stellen. Die Anbindung weiterer Investoren soll unter anderem der Entwicklung hin zu den stetig größer werdenden Finanzierungsvolumina dienen“, ergänzt Tietjen.

Schiffe brauchen Finanzierung
Unter den bereits aufgelegten Teilfonds befinden sich auch Strategien, über die Kredite für Schiffsfinanzierungen vergeben werden. Die von Philipp Wünschmann und Frank Aschenbrenner gemanagten Fonds sollen unter Beibehaltung der Strategie in den nächsten Monaten um einen weiteren Fonds für Schiffskredite ergänzt werden.

„Nach dem Rückzug vieler schiffsfinanzierender Banken ist hier eine Finanzierungslücke entstanden, die der Fonds mit der langjährigen Erfahrung und dem Netzwerk von Berenberg in diesem Spezialsegment adressiert. Durch die erstrangige Besicherung und geringe Beleihungsausläufe weisen die Schiffshypothekendarlehen ebenfalls ein für Hypothekendarlehen dieser Anlageklasse konservatives Risikoprofil bei gleichzeitig überdurchschnittlichen Kreditmargen auf“, schildert Wünschmann.

„Der ‚Proof-of-Concept‘ bei Finanzierungsstruktur und Investmentauswahl konnte auch unter Berücksichtigung von sechs Monaten Covid-19-Auswirkungen erfolgreich nachgewiesen werden“, ergänzt Aschenbrenner.

Markt für Kreditfonds wächst
Anlagen in Kreditfonds erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Allein im vergangenen Jahr hat sich das Volumen in Debt-Strukturen für erneuerbare Energien, Kommunaldarlehen, Immobilien, Infrastruktur, Schiffe und Unternehmensfinanzierungen auf der Plattform von Universal-Investment um rund ein Drittel auf etwa neun Milliarden Euro erhöht. „Nicht nur durch große Versicherungskonzerne, auch von Versorgungswerken und Pensionskassen wächst die Nachfrage. Sie sehen in Kreditfonds eine Alternative zu Renten, mit dem das Portfolio diversifiziert und im niedrigen Zinsumfeld regelmäßige Erträge erzielt werden können“, kommentiert Dr. Sofia Harrschar, Head of Alternative Investments bei Universal-Investment, den Trend. Ein weiterer Grund sei die gute Rendite-Risiko-Relation.

Eine Studie des Bundesverbandes Alternative Investments aus dem Jahr 2019 zeigt, dass auch der Markt insgesamt wächst. 2017 betrug das Volumen für Corporate Private Debt in Europa 32,9 Milliarden US-Dollar, nach 19,1 Milliarden US-Dollar fünf Jahre zuvor. Die wachsende Nachfrage wird aber auch von anderer Seite angetrieben. Banken in Europa und den USA müssen Kredite durch höhere Regulierungsanforderungen stärker mit teurem Eigenkapital unterlegen und engagieren sich dadurch weniger stark im Bereich Unternehmensfinanzierungen, insbesondere im Mittelstand. Basel IV wird diesen Trend vermutlich noch verstärken. Professionelle Anleger, die Illiquidität tolerieren können und einen langen Zeithorizont mitbringen, füllen in der Folge einen Teil dieser Lücke. Insbesondere für Versicherer sind Anlagen in Fremdkapitalinstrumente attraktiv – darunter auch Kreditfonds – da diese nach Solvency II weniger eigenkapitalintensiv gewertet werden als Direktinvestition in Unternehmen. (aa)

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