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Berenberg: Dividendenrenditen übermitteln interessante Botschaft

Die Dividendenrenditen globaler Aktien liegen mittlerweile höher als die Renditen sicherer Staatsanleihen, weist Bernd Meyer, Chefstratege bei Berenberg, hin. Das hat gute Gründe und spricht für weiter steigende Aktienkurse.

Bernd Meyer, Berenberg
Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg
© Berenberg

Aktien bleiben attraktiver als Staatsanleihen, meint Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg. Er verweist darauf, dass die Renditen sicherer Staatsanleihen zuletzt gesunken sind. Grund dafür waren gefallene Inflationserwartungen und schwache Konjunkturdaten. Umgekehrt ist die Dividendenrendite globaler Aktien gestiegen. Sie liegt nun über der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen.

Quelle: Berenberg

Investoren haben von Aktien in Renten umgeschichtet
Im Laufe des vergangenen Jahres notierten die Renditen zehnjähriger US-Treasuries meist oberhalb der globalen Dividendenrenditen. "Seit Herbst 2018 sind allerdings die Dividendenrenditen aufgrund fallender Aktienkurse kräftig gestiegen, während die Renditen sicherer Anleihen stark gefallen sind", berichtet Meyer. "Sichere Häfen waren gefragt." Die gestiegenen Dividendenrenditen sind also vor allem den Korrekturen am Aktienmarkt geschuldet. Umgekehrt sind die Anleiherenditen gefallen, weil die Kurse der Papiere in die Höhe geklettert sind.

Volatilität könnte zunehmen
Die höheren Dividendenrenditen und die Tatsache, dass viele Anleger die jüngste Erholungsrally verschlafen haben, sprechen dafür, Aktien nicht unterzugewichten, sagt der Berenberg-Stratege. "Wir haben allerdings die Aktienquote zuletzt in Richtung neutral gesenkt", erklärt er. Nach den kräftigen Kurserholungen zum Jahresbeginn ist nämlich die Wahrscheinlichkeit höherer Kursschwankungen gestiegen. "Die konjunkturelle Eintrübung und anhaltende politische Risiken könnten den Nährboden dafür bilden", so Meyer. (fp)

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