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Berenberg: Aktienmärkte werden wieder anfälliger

Nach Einschätzung von Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg, sind die Risiken am Aktienmarkt in den letzten Wochen wieder gestiegen. So haben Investoren einen Teil ihrer Absicherungen aufgelöst, während andere long gingen.

Bernd Meyer
Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
© Berenberg

"Die Anlegerstimmung ist dank neuer Allzeithochs im S&P 500 und einer erfreulichen Q3-Berichtssaison jüngst deutlich gestiegen. In der wöchentlich stattfindenden AAII-Umfrage übertreffen die Bullen die Bären nun schon die zweite Woche infolge um mehr als zehn Prozentpunkte", schreibt Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset im Wealth and Asset Management bei Berenberg, im aktuellen Berenberg Märkte-Monitor.

Zeitgleich scheinen Anleger Meyer zufolge auch Put-Optionen auf den S&P 500 aufgelöst zu haben, während systematische Strategien wegen der gefallenen Volatilität und des positiven Momentums ihre Aktienquote erhöht haben. Der Aktienmarkt sei also jüngst wieder etwas anfälliger geworden. "Wir rechnen jedoch nach wie vor nicht mit einer größeren Korrektur in diesem Kalenderjahr, da der Aktienmarkt gut durch Zuflüsse, Aktienrückkaufprogramme und der Alternativlosigkeit unterstützt bleibt. Das nächste Jahr dürfte hingegen anspruchsvoller für Anleger werden. Potenzielle Stolpersteine sind u.a. die straffere Geldpolitik der Zentralbanken, die weitere Entwicklung Chinas, weniger stark steigende Unternehmensgewinne und die US-Zwischenwahlen", erklärt Meyer.

Kurzfristiger Ausblick
Das Gros der S&P 500-Unternehmen wird in den nächsten zwei Wochen die Q3- Berichtssaison abgeschlossen haben, hält Meyer fest. Danach dürften die Aktienrückkäufe der US-Unternehmen wieder an Fahrt gewinnen. Vom 1. bis 12. November findet die UN-Klimakonferenz statt. Am 3. November trifft sich die Fed zur monatlichen Sitzung. Die Tapering-Diskussion und der Zinsausblick aufgrund der anhaltend hohen Inflationswerte dürften im Mittelpunkt stehen. Am 4. November tagt die Bank of England und die OPEC+ wird die Förderquoten für Dezember bekanntgeben.

Zu Wochenanfang stehen die Oktober-Einkaufsmanagerindizes (PMIs) der Industrie für Eurozonenländer und die USA (ISM) an. Der Services-PMI (Okt.) von China, einiger Eurozonenländer und den USA sowie die US-Auftragseingänge (Sep.) folgen am Mittwoch. Industrieproduktionsdaten (Sep.) für Deutschland und Frankreich sowie die US-Arbeitsmarktdaten (Okt.) werden am Freitag veröffentlicht. Der ZEW-Index (Nov.) und das US-Verbrauchervertrauen (Nov.) folgen nächste Woche. (aa)

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