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Berenberg: Ab wann zwingen steigende Zinsen die Fed zum Eingreifen?

Der Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg geht vor dem Hintergrund immer höherer Aktienkurse und steigender Renditen der Frage nach, wann die US-Zentralbank reagieren muss.

Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
Prof. Dr. Bernd Meyer, Berenberg
© Berenberg

"Zehnjährige US-Staatsanleiherenditen überschritten erstmals seit März 2020 die wichtige Ein-Prozentmarke – u.a. weil Joe Biden nach der gewonnenen Georgia-Wahl nun auch über eine Senatsmehrheit verfügt und mehr von seinen fiskalischen Vorhaben umsetzen kann, auch wenn er aufgrund der knappen Mehrheit Kompromisse mit den Republikanern eingehen dürfte", schreibt Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg, in einer aktuellen Marktkommentierung.

Steigende Rohstoffpreise sowie Inflationserwartungen und ein positiveres Momentum sprechen Meyer zufolge neben der zunehmenden US-Staatsverschuldung für weiter steigende Zinsen. Die große Frage sei, bei welchem Renditeniveau die Fed einschreitet und eine „Yield Curve Control“ ins Spiel bringt. "Die Fed dürfte unserer Meinung nach spätestens bei einem 1,5-Prozent-Level für zehnjährige US-Staatsanleihen nervös werden", prognostiziert Meyer.

Spannende Börsenwoche voraus
Die Q4-Unternehmensberichtssaison hat mit den Zahlen der großen US-Banken an Fahrt aufgenommen. Bisher sehen Meyer zufolge die Unternehmenszahlen dank größtenteils positiver Überraschungen vielversprechend aus. Beim STOXX Europe 600 haben bisher hingegen kaum Unternehmen berichtet. Dort seien insbesondere die möglichen Auswirkungen der Lockdowns auf die Q4-Zahlen von Bedeutung.

Zentralbankseitig tagen die EZB am 21. Januar und die Fed am 27. Januar. Politisch wird es neben den Covid-19-Entscheidungen am 20.01. bei der Amtseinführung von Joe Biden als US-Präsident und am 25. bis 29.01. beim World Economic Forum spannend.

"Am morgigen Dienstag werden die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland veröffentlicht. Am Mittwoch folgen die Inflationskennzahlen für Europa und Großbritannien. Spannend wird es am Freitag, an dem eine Großzahl an vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Januar publiziert wird", kündigt Meyer an. (aa)

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