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DWS: Bei den Firmen sprudeln die Gewinne

Die Firmengewinne entwickeln sich überraschend gut; Analysten schreiben diese Dynamik bis 2023 fort. Die jetzigen Marktbewertungen reflektieren jedenfalls diesen Optimismus bereits, meinen die Experten der DWS Group.

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Thomas Bucher, Global Equity Strategist bei der DWS
© DWS

Die größte Überraschung des Jahres war wohl nicht die rasche wirtschaftliche Erholung in den Industrieländern, die steigende Inflation oder die schwankenden Renditen von US-Staatsanleihen. Auch neue Covid-19-Stämme wie die Delta-Variante oder der schnelle Fall Kabuls an die Taliban nach dem Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan können Experten in diesen Bereichen nicht völlig überrascht haben.

Starker Anstieg der Unternehmensgewinne überraschte
Doch mit so einem starken Anstieg der Unternehmensgewinne im bisherigen Jahresverlauf hatte kaum einer gerechnet. Der folgende Chart zeigt, wie ungewöhnlich das Muster der Gewinnerwartungen war. In einem typischen Jahr herrscht normalerweise ein bisschen zu viel Optimismus zum Jahresbeginn. Es folgen Abwärtsrevisionen und schließlich stabilisieren sich die Gewinnerwartungen im Jahresverlauf. Nicht so in den letzten acht Monaten, in denen man starke Aufwärtskorrekturen bei den Gewinnprognosen für das Jahr 2021 sowie für 2022 und 2023 gesehen hat.

Inflation und Kostendruck bislang nicht als Stolpersteine 
Die Inflation und der daraus resultierender Kostendruck haben sich zumindest bisher nicht als große Stolpersteine erwiesen. „Bei Lieferengpässen haben wir den Eindruck, dass viele Unternehmen davon sogar profitieren konnten. Indem sie begrenzte Produktionskapazitäten nutzten, um sich auf ihre margenstärksten Produkte zu konzentrieren, steigerten sie ihre Profitabilität“, argumentiert Thomas Bucher, Global Equity Strategist bei der DWS. „Insgesamt war die Unternehmensberichterstattung in den letzten Monaten so gut, dass Analysten mit Aufwärtsrevisionen ihrer Gewinnschätzungen kaum nachkamen.“

Ertragsstärke ist ein weltweites Phänomen
Besonders ausgeprägt ist sie in den USA und Europa, aber auch für die Schwellenländer steigen die Schätzungen. Allerdings liegen viele Bewertungsmaßstäbe deutlich über dem langjährigen Durchschnitt, sodass es heutzutage oft mehr als ein Überschreiten der Konsenserwartungen braucht, um eine positive Marktreaktion zu erzielen. Es mangelt auch nicht an Herausforderungen, von den geplanten Steuerreformen in den USA und anderen Industrieländern, mit dem Ziel, mehr Unternehmenssteuern zu erheben, bis hin zu Chinas hartem Vorgehen gegen seine Technologie-Champions.

Haben Analysten wieder einmal übertrieben?
Es ist noch viel zu früh, um zu sagen, wie lange die gegenwärtige Ära des Unternehmensreichtums noch dauern wird. Schließlich neigen Analysten dazu, von kurzfristigen Trends zu weit in die Zukunft zu extrapolieren. Das ist auch ein Grund, warum ihre Schätzungen so anfällig für Revisionen sind. (kb)

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