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BayernLB hat die Hälfte von 900 Job-Kürzungen ‘vertraglich fixiert’

Die BayernLB kommt bei ihrer Neuausrichtung und dem damit einhergehenden Personalabbau voran. Das erklärte Finanzvorstand Markus Wiegelmann in einem Interview mit Bloomberg. Im ersten Quartal war der Bank die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen.

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Markus Wiegelmann, Finanzvorstand der BayernLB
© BayernLB

Die sozialverträglichen Personaleinschnitte laufen Finanzvorstand Wiegelmann zufolge nach Plan. Insgesamt sollen rund 900 Jobs wegfallen. “Der Abbau von knapp der Hälfte der Stellen ist bereits vertraglich fixiert, gegenüber gut einem Drittel zum Ende des vergangenen Jahres”, sagte er.

Rückbau des Kapitalmarktgeschäfts
Im Zuge der Neuausrichtung fährt die Landesbank das Kapitalmarktgeschäft zurück und setzt stärker auf das gewerbliche Immobiliengeschäft und auf ihre Tochter DKB. Die Bereiche Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement für Firmenkunden der Sparkassen wurde an die LBBW abgegeben.

Tochter DKB soll Wachstum generieren
Der größte Hoffnungsträger der BayernLB, die als Direktbank bekannte DKB, will die Zahl ihrer Kunden von zuletzt mehr als 4,6 Millionen auf 8 Millionen bis Ende 2024 nahezu verdoppeln. Dafür sind zusätzliche Investitionen von rund 400 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf  Jahren eingeplant. ”Bei der DKB wächst die Kundenzahl weiter stark”, sagte Wiegelmann. “Wir wollen aber profitabel wachsen und kein Wachstum um jeden Preis. Wenn es statt der angestrebten acht Millionen Kunden bis Ende 2024 nur 7,5 Millionen sein sollten, wäre das auch okay.”

Deutlicher Gewinn für 2021 erwartet
Im ersten Quartal hatte die BayernLB einen Vorsteuergewinn von 164 Millionen Euro erzielt, nachdem sie im Vorjahreszeitraum wegen der Coronakrise in die roten Zahlen gerutscht war. Zins- und Provisionsüberschuss kletterten. Die Risikovorsorge fiel positiv aus, nicht zuletzt wegen Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen. ”Wir haben im ersten Quartal von Auflösungen bei der Kreditrisikovorsorge profitiert. Das waren kleinere Fälle im jeweils einstelligen Millionenbereich, die nichts mit der Pandemie zu tun haben”, sagte Wiegelmann.

Keine nennenswerten konkreten Kreditausfälle am Horizont sichtbar
Die Bank sehe weiterhin keine nennenswerten konkreten Kreditausfälle in Folge der Coronakrise. “Insofern ist der Bestand an pauschaler Risikovorsorge im Vergleich zum Jahresende 2020 unverändert”, sagte er. Im gesamten vergangenen Jahr hatte die BayernLB einen Gewinnrückgang vor Steuern von 70 Prozent erlitten. Das lag nicht nur an der gestiegenen Risikovorsorge in Folge der Pandemie, auch ein Aufwand von 287 Millionen Euro für den Umbau der Bank belastete. Für 2021 erwartet der Konzern nun ein Ergebnis vor Steuern von 200 Millionen Euro bis 400 Millionen Euro. (kb)

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