Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Risikomanagement - jetzt offensiv Marktchancen nutzen

Flexibel Chancen nutzen und profitieren – in Zeiten eines Niedrigzinsniveaus auf Dauer ist das wichtig wie nie zuvor. Deshalb gehen unsere Experten bewusst kontrollierte Risiken ein, um Ihre Anlage zu optimieren.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Basis-Infrastrukturaktien als Anker in turbulenten Börsenzeiten

Die Stabilität dieser Assetklasse war auch im Jahr 2018 zu beobachten, als der europäische Aktienmarkt gemessen am Stoxx Europe 600 um 13,2 Prozent abtauchte, während der themenspezifische FTSE Developed Europe Core Infrastructure Index nur 2,8 Prozent verlor.

pressefoto_susanne_linhardt_20180518.jpg
Infrastrukturaktien überzeugten auch im Gesamtjahr 2018. Bantleons  Fondsmanagerin für Infrastrukturaktien und Nachhaltigkeitsexpertin Susanne Linhardt (Bild) dazu: "Themenspezifische Infrastrukturindices wie der FTSE Developed Europe Core Infrastructure Index und der MSCI Europe Infrastructure Index hielten sich mit -2,8 und -8,1 Prozent deutlich besser als der breite Markt. Der Stoxx Europe 600 schloss beispielsweise mit -13,2 Prozent. Das europäische Infrastrukturaktien-Portfolio von Bantleon, das am 2. August 2018 aufgelegt wurde, beendete das Jahr mit einer Wertentwicklung von 0,4 Prozent."
© Bantleon

Aktien aus dem Segment Basis-Infrastruktur sind in Krisenphasen deutlich stabiler als der breite Aktienmarkt. Das war während der globalen Finanzmarktkrise 2008/2009 ebenso zu beobachten wie im Oktober 2018, als der europäische Aktienmarkt gemessen am Eurostoxx 50 um etwa sieben Prozent einbrach, während das europäische Infrastrukturaktien-Portfolio von Bantleon mit -0,7 Prozent das Kapital nahezu erhalten konnte. 

Niedrigere Drawdowns bei gleicher Langfrist-Performance 
Unter dem Strich ist im Segment Basis-Infrastruktur langfristig eine vergleichbare Performance wie beim breiten Aktienmarkt mit tieferen Drawdowns und hohen, steigenden Dividenden (regelmäßige Ausschüttungen) zu erwarten.

Gründe für die relativ geringe Drawdowns und konstant hohe Dividenden 
monopolistische Geschäftsmodelle mit hohen Markteintrittsbarrieren
- langlebige Verträge
- stetige Cashflows der Unternehmen
- ausgeprägte Robustheit gegenüber Konjunkturschwankungen sowie 
- Vertragsanpassungen, die gestiegene Kapitalkosten sowie Inflation berücksichtigen

Diversifikation
Basis-Infrastruktur profitiert von einem sehr breiten Spektrum an unterschiedlichen Kurstreibern. Deshalb wirken im Portfolio stabilisierende Korrelationseffekte, wodurch in der Asset Allocation ein Mehrwert erreicht werden kann. Dazu zählen Spezialsituationen wie Privatisierungen und M&A genauso wie Anpassungen bei den regulierten Geschäftsmodellen von Versorgern. Im Oktober 2018 beispielsweise ließen die Zinsanstiege italienischer Staatsanleihen und die darauffolgende Ratingherabstufung vieler italienischer Unternehmen den italienischen Aktienmarkt einbrechen. Die Aktienkurse italienischer Energieversorger hingegen blieben trotz Herabstufungen stabil. Sie profitierten von soliden Bilanzen und von der Erwartung der Anleger, dass diese Unternehmen für gestiegene Kapitalkosten vom italienischen Staat durch verbesserte Rahmenbedingungen kompensiert werden.

Schlechtere Ratings haben italienischen Energieversorgern nicht geschadet

Strategischer Wert
Basis-Infrastruktur hat einen strategischen Wert, der das Investment substanziell untermauert und zusätzliche Chancen eröffnet. Das ist an den Beteiligungen der Staaten sowie an den Übernahmeangeboten großer Unternehmen zu erkennen, darunter auch chinesische Firmen wie der staatliche Versorger China Three Gorges. Die Spezialsituationen, die sich aus Privatisierungen und Akquisitionen ergeben, können für Investoren sehr lukrativ sein.

Warum jetzt?
Der Bereich Basis-Infrastruktur profitiert derzeit von einer Ausnahmesituation, weil hier die substanzielle Sicherheit und die Chancen eines strukturellen Wachstumstrends zusammentreffen. Linhardt: "Dazu zählen vor allem der hohe Investitionsbedarf in Industriestaaten und Schwellenländern sowie die Bedeutung als globaler Wettbewerbsfaktor im Zuge des digitalen und demografischen Wandels. Jährlich müssen etwa vier Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes investiert werden. Dies entspricht insgesamt etwa 70 Billionen US-Dollar für die Jahre bis 2035. Die aktuelle Finanzierungslücke beträgt geschätzt 14 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2035."

Profitieren werden zum Beispiel regulierte Stromanbieter mit Fokus auf Netzstabilität und Vernetzung des europäischen Energiemarktes, Telekommunikationsunternehmen, die das Glasfaser- und 5G-Netz ausbauen und Anbieter für Lösungen von Straßeninfrastruktur-Problemen.

Erreichung UN-Nachhaltigkeitsziele braucht msasive Infratrukturinvestionen
Thematisch gehören dazu im Bereich Infrastruktur zum Beispiel sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, bezahlbare und saubere Energie, Industrie, Innovation und Infrastruktur sowie nachhaltige Städte und Gemeinden. Um diese Ziele zu erreichen, müssten jährlich weltweit zusätzlich mehrere Billionen USD investiert werden.

Darüber hinaus werden Staaten in künftigen Konjunkturabschwüngen verstärkt die Rolle der Notenbanken als Stabilisator der Wirtschaft übernehmen müssen und über staatliche Infrastrukturinvestitionen einen Nachfrageimpuls erzeugen. Private Unternehmen ermöglichen dann die Realisierung von Infrastrukturprogrammen.

Warum aktives Management? 
Basis-Infrastruktur investiert bevorzugt in wenig zyklische Geschäftsbereiche und schließt somit rein produzierende Versorger, Bauunternehmen, Minenbetreiber und andere Segmente, die im weitesten Sinne zum Thema Infrastruktur gehören können, aus. Linhardt: "Diese Unternehmen sind stark von Energiepreisen sowie der wirtschaftlichen Entwicklung von Volkswirtschaften abhängig und bringen dem Anleger ein zyklisches sowie konjunkturelles Risiko in sein Portfolio."

Aktives Management ermöglicht zudem bessere risikoadjustierte Renditen, indem die Bewertungsunterschiede zwischen Subsektoren und Unternehmen erkannt und genutzt werden. Mit einer aktiven Aktienauswahl können Investoren darüber hinaus Spezialsituationen wie M&A und Privatisierungen zur Diversifizierung ihrer Portfoliorisiken nutzen. Zudem helfen Nachhaltigkeitsanalysen dabei, Risiken zu verringern sowie Unternehmen mit einer starken Wettbewerbsposition in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung zu identifizieren.

Bantleon investiert in börsennotierte Infrastruktur
Börsennotierte Infrastrukturunternehmen sind ideal für eine defensive Ausrichtung der Aktienquote. "Im Gegensatz zum breiten Aktienmarkt profitiert der Investor von einer deutlich größeren Stabilität und im Vergleich mit Direktinvestitionen von der Möglichkeit der aktiven Steuerung, von hoher Liquidität und Transparenz. Hinzu kommt, dass die regulatorisch bedingt hohe Nachfrage nach Direktinvestitionen teilweise zu vergleichsweise günstigeren Bewertungen bei börsennotierten Infrastrukturunternehmen geführt hat", weiß Linhardt. Das Portfolio Management von Bantleon konzentriert sich bei der Anlage in Infrastrukturaktien auf Basis-Infrastruktur, also diejenigen Segmente, die eine große Bedeutung für den Fortschritt einer Volkswirtschaft haben. Die Unternehmen in den Bereichen Versorger, Telekommunikation und Transportinfrastruktur (Straßenbau, Schienenverkehr, Flug- und Seehäfen) profitieren von monopolistischen Geschäftsmodellen, hohen Markteintrittsbarrieren sowie einer relativ stetigen Nachfrage nach ihren Gütern und Leistungen. Diese Charakteristika machen die Zahlungsströme der Unternehmen vorhersehbarer und führen zu niedrigeren Kursschwankungen gegenüber dem breiten Aktienmarkt.

Ausgangsuniversum
Hier nimmt Bantleon nur Aktien von Unternehmen auf, die einen möglichst großen Anteil ihres Umsatzes und Gewinns im Bereich Basis-Infrastruktur erzielen, in Europa börsennotiert sind sowie festgelegte Kriterien für Bilanzqualität und Nachhaltigkeit erfüllen. Ausgeschlossen werden hingegen Unternehmen, die vor allem im traditionellen Energiesektor tätig sind. Zum Energiesektor gehören Unternehmen, die sich mit der Exploration und Produktion, Vermarktung, Aufbewahrung sowie dem Transport fossiler Brennstoffe und mit entsprechenden Dienstleistungen beschäftigen. Bantleon schließt dieses Segment wegen der hohen Zyklizität und der hohen Umweltbelastung aus.

Regulatorische, geographische und sektorale Diversifikation 
Viele europäische Unternehmen aus dem Bereich Basis-Infrastruktur können aufgrund ihrer globalen Ausrichtung die strukturellen Treiber wie demografischer Wandel und Infrastruktur-Modernisierung weltweit nutzen. Der Flughafenbetreiber AENA beispielsweise profitiert nicht nur von den internationalen Verbindungen seiner in Spanien betriebenen Flughäfen, sondern auch von Investitionen in lateinamerikanischen Flughäfen. Und der Erneuerbare-Energien-Produzent EDP Renováveis aus Portugal hat die Mehrheit seiner Kapazitäten für Wind und Solarenergie außerhalb Europas aufgebaut, unter anderem in den USA und in Brasilien. Die breite regulatorische, geographische und sektorale Diversifikation von Basis-Infrastruktur-Unternehmen in Europa bietet Investoren die Möglichkeit, von dem globalen Megatrend Infrastruktur zu profitieren. Darüber hinaus haben Investoren aus der Eurozone keine Wechselkursrisiken.

 

 

Substanz und Qualität
Die europäischen Infrastrukturaktien-Strategien von Bantleon basieren auf einem klassischen Stock-Picking-Ansatz. Der Fokus auf Substanz und Qualität ist ausschlaggebend für die Einzeltitelgewichtung innerhalb eines Portfolios.

Nachhaltigkeit
Der thematische Investmentansatz von Bantleon basiert auf Infrastruktur als Langzeittrend. Dabei geht es um gesellschaftliche Herausforderungen wie demografischer Wandel, Urbanisierung, Ressourcenknappheit und Digitalisierung, die Investoren über mehrere Jahrzehnte begleiten werden. Unternehmen in diesem Bereich können wesentlich zum Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen. Relevante nicht-finanzielle Daten mit direktem Einfluss auf das Kerngeschäft eines Infrastrukturunternehmens fließen bei Bantleon in die Fundamentalanalyse der Einzeltitel ein und beeinflussen deren Bewertung sowie die Einzeltitelgewichtung. "Die Fähigkeit von Unternehmen, Interessengruppen wie Regulatoren erfolgreich in ihre Strategie einzubeziehen oder Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel konkret abzuschätzen, ist für die Wettbewerbsposition und die positive Kursentwicklung einer Aktie unverzichtbar. Mit der Berücksichtigung dieser Kriterien kann das Chance-Risiko-Profil von Portfolios langfristig verbessert werden", sagt Linhardt.

Neuer Fonds zur Abdeckung der institutionellen Nachfrage 
Am 20. Juni wird Bantleon aufgrund der Nachfrage von institutionellen Investoren einen Publikumsfonds für Infrastrukturaktien mit Fokus auf Basis-Infrastruktur auflegen. (kb)

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen