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Bantleon über Risiken und Chancen des metallintensiven Energiesystems

Die Abkehr von fossilen Energieträgern führt laut Bantleon stattdessen zu einem metallintensiven Energiesystem und schafft im Gegenzug neue Abhängigkeiten. Es entstehen aber auch große Investmentchancen, die es wahrzunehmen gilt.

Johannes Maier, Bantleon
Johannes Maier, Bantleon
© Bantleon

Ein schnellerer Umstieg auf alternative Energiequellen erscheint insgesamt sinnvoller als das Festhalten an traditionellen, fossilen Energiequellen. Immerhin stand die Transformation des Energiesektors aufgrund hoher CO2-Emissionen bereits vor Beginn des Ukraine-Kriegs im Rampenlicht und ist auch weiterhin entscheidend für das Erreichen der Pariser Klimaziele. Während vorausschauende Investoren schon länger die Anlagechancen der Energiewende nutzen, wird ein "Eiserner Vorhang der Energiewirtschaft" zu einer Investitionswelle im Bereich Erneuerbare Energien in Europa führen, die es zu Nutzen gilt, schreibt Johannes Maier, Portfolio Manager für Globale Infrastruktur-Aktien bei Bantleon, in einer aktuellen Analyse.


Veranstaltungshinweis in eigener Sache:
Institutionellen Investoren, die sich für die Chancen auf dem Gebiete der Erneuerbaren Energien und ähnliche Investmentthemen interessieren, finden dazu auf dem kommenden Institutional Money Kongress (1. bis 2. Juni 2022 im RheinMain Congress Center in Wiesbaden) ein umfangreiches Informationsprogramm, wozu insbesondere die zahlreichen Workshops und Gruppengespräche zählen, die Sie HIER vorfinden.


Deutschland überwindet Hindernisse
Bereits jetzt zeige sich, dass die Entschlossenheit beim Ausbau der Kapazitäten von erneuerbaren Energien zugenommen hat: Baugenehmigungen werden schneller bewilligt und die Zahl neuer Auktionen für Wind- und Solarenergie steigt. Während die jährlichen Investitionen in die globale Energiewirtschaft in der jüngsten Dekade um 35 Prozent geschrumpft sind, ist bis zum Jahr 2030 mit einem Anstieg von mehr als 60 Prozent zu rechnen. Unternehmen werden aber nur dann investieren, wenn dies auch zu einer Steigerung der Profitabilität führt. Die Rahmenbedingungen dürften sich durch die geopolitischen Spannungen nicht verschlechtern.

Versorger, die ausschließlich auf Erneuerbare Energien setzen, wie PNE, Grenergy und Verbio, zählen schon jetzt zu den Profiteuren. Bei den Schwergewichten aus dem Bereich der erneuerbaren Energien wie Enel und Iberdrola hat die Angst vor regulatorischen Eingriffen seit Kriegsausbruch zu Druck auf deren Aktienkurse geführt, weshalb es hier jetzt attraktive Einstiegsniveaus gibt, merkt Maier an.

Wachsender Bedarf an kritischen Metallen
Ein beschleunigter Umstieg auf saubere Energiequellen hat weitreichende Folgen und wird einige Schattenseiten der Energiewende schneller ans Licht bringen: Ein radikaler Wechsel der Energiequellen geht nämlich mit einem ebenso radikalen Wandel von einem brennstoffintensiven zu einem metallintensiven Energiesystem einher, betont Maier.

Zu den größten Herausforderungen zählt, dass kritische Metalle wie Nickel, Kupfer, Kobalt und Lithium in extrem großen Mengen gebraucht werden. Für die Produktion von Elektrofahrzeugen sind beispielsweise sechsmal so viele kritische Metalle wie für Autos mit Verbrennungsmotor notwendig. Bei Windturbinen ist der Bedarf an diesen Metallen sogar neunmal so hoch wie bei Gaskraftwerken, um dieselbe Menge an Energie zu produzieren. Daraus ergeben sich neue Lieferketten, neue geopolitische Abhängigkeiten und neue Anforderungen an die Infrastruktur. Das Schicksal der westlichen Welt liegt dann zwar nicht mehr in den Händen der russischen Regierung, dafür entstehen neue Abhängigkeiten – beispielsweise von der Republik Kongo (Kobalt) und von Chile (Lithium). Der wichtigste Lieferant für mehrere dieser Metalle ist aber nach wie vor China.

Rohstoffversorgung ist Frage der nationalen Sicherheit
Die USA haben sich bereits auf die neuen Herausforderungen eingestellt und die Lieferketten für diese wichtigen Rohstoffe sowie die dafür notwendige Infrastruktur erst jüngst zur Frage der nationalen Sicherheit erklärt, hält Maier fest.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Öl und diesen Metallen liegt in der Wiederverwendbarkeit. Im Gegensatz zum Brennstoff Öl können die kritischen Metalle und Mineralien mit der richtigen Infrastruktur wiederverwendet werden. Ein neuer Plan der EU verlangt deshalb beispielsweise, dass bis zum Jahr 2030 zwischen 50 und 80 Prozent der Materialien in Batterien recycelt werden sollen. Einige Umweltdienstleister wie das französische Unternehmen Veolia und der nordamerikanische Anbieter für Metallrecycling Li-Cycle werden deshalb nicht nur aus Nachhaltigkeitsgründen an Bedeutung gewinnen, sondern tragen auch zur Energiesouveränität bei.

Investitionen über nachhaltige Infrastruktur-Fonds zu empfehlen
Wenn Anleger an eine Beschleunigung der Energiewende in Europa glauben, lohnt sich Maier zufolge eine Investition in die neuen Eckpfeiler der Energie-Infrastruktur. Doch Anleger sollten bei der Auswahl von Einzeltiteln im aktuellen Umfeld besonders wählerisch sein. Die geopolitischen Entwicklungen machen deutlich, dass die Energie-Infrastruktur auf Basis fossiler Brennstoffe gerade in Europa das Risiko birgt, eher früher als später unbrauchbar zu werden. Außerdem werde die Entwicklung des konventionellen Energiesektors künftig noch volatiler und schwerer prognostizierbar sein.

Auf der anderen Seite bedeutet der neu gewonnene Rückenwind für einige Infrastruktur-Nischen prognostizierbares Wachstum in Zeiten großer Unsicherheit. Ferner lohnt sich eine Investition für Investoren mit Nachhaltigkeitsfokus nicht mehr nur wegen des Umweltgedankens, sondern auch aufgrund des Beitrags zur Stabilität der Gesellschaft.

"Bantleon bewirtschaftet Infrastruktur-Aktien in dem Publikumsfonds Bantleon Select Infrastructure, der 2021 mit einem €uro FundAward ausgezeichnet wurde sowie von MSCI mit einem Nachhaltigkeitsrating von »AA« eingestuft wird und damit zu den nachhaltigsten Fonds zählt", merkt Maier abschließend in eigener Sache an. (aa)

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