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Bankenverband will Kryptos an die Kette legen

Der Bundesverband deutscher Banken macht sich für striktere Regulierung von Kryptowährungen stark. Nur so lasse sich fairer Wettbewerb und ein zuverlässiger Datenschutz sicherstellen.

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© Denys Rudyi / stock.adobe.com

Andreas Krautscheid ist angesichts der Entwicklungen bei Kryptowährungen in Sorge. "Große internationale Plattformen dringen immer mehr in Bereiche wie den Zahlungsverkehr vor und nutzen dort ihre enorme Datenmacht aus", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Im Gespräch machte er sich für eine striktere Kontrolle von Kryptowährungen stark.

Es sei überfällig, eine europäische Regulierung zu erwirken, die einen fairen Wettbewerb und Datenschutz sicherstelle. "Zum einen, um nicht weiterhin Spekulationsobjekte mit großen Risiken für Anleger zu sein und zum anderen, weil Währungen nicht in private Hände, sondern unter staatliche Kontrolle gehören", sagte Krautscheid. 

Chancen für Entwicklungsländer
Philipp Eckhardt, Finanzmarktexperte beim Centrum für Europäische Politik (cep), sieht das anders. Er warnte im Gespräch mit der Funke-Gruppe vor zu viel Regulierung. "Die EU will sehr viel Spielraum, um politisch unerwünschte Stablecoin-Projekte abzulehnen", sagte Echardt. "Aus unserer Sicht zu viel." Die EU solle nicht vor lauter Furcht überreagieren, da sonst die Innovationskraft des Sektors Schaden nehmen könne. Stablecoins sind Kryptowährungen, die an reale Währungen wie dem US-Dollar oder den Euro gekoppelt sind. Sie böten laut Eckhardt insbesondere in Entwicklungsländern Chancen. (fp)

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