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Bafin lehnt pauschales Verbot von "Payment for Order Flow" ab

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat sich am Montag gegen ein pauschales Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) ausgesprochen - ein System, bei dem Broker von Market Makern Rückvergütungen für die Weiterleitung von Wertpapieraufträgen erhalten.

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Thorsten Pötzsch, Exekutivdirektor Wertpapieraufsicht bei der Bafin
© Bafin

Die Bafin präsentierte eine Studie, der zufolge das System für Kunden durchaus auch Vorteile bringen kann. „Vor einem Verbot von Payment for Order Flow (PFOF)sollten wir Aufseher die Auswirkungen umfassend analysieren und über weniger restriktive regulatorische Maßnahmen nachdenken“, erklärte Thorsten Pötzsch, Exekutivdirektor Wertpapieraufsicht. Der Worst Case, dass ein übereiltes Verbot nur den Handel für Privatkunden verteuere, ansonsten aber nichts bewirke, müsse schon aus Verbraucherschutzgründen ausgeschlossen werden.

EU-Komission will generelles PFOF-Verbot
Die weit verbreitete Praxis, dass insbesondere Neo-Broker mit Niedriggebühr-Geschäftsmodellen von Dritten Rückvergütungen für die Weiterleitung von Wertpapieraufträgen erhalten, steht in der Kritik. Die Europäische Kommission strebt ein generelles Verbot von PFOF an.

Studie zeigt PFOF-Vorteile für kleinere Kundenaufträge
Laut der Bafin-Studie ist für Kundenaufträge mit kleineren Volumina die Ausführung über PFOF-gewährende Handelsplätze überwiegend vorteilhaft. Sofern Transaktionskosten berücksichtigt wurden, waren die Ergebnisse für Kunden mehrheitlich besser als an den Referenzmärkten. Bei höheren Transaktionsvolumen und niedrigerer Liquidität an den Referenzmärkten zum Zeitpunkt der Auftragsausführung gingen diese Vorteile jedoch verloren, so die Bafin. (kb)

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