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Asterix und die Dividenden......

„Ganz Gallien ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein!“ So ähnlich wie beim Vorwort des Comics verhält es sich bei den Dividenden: In den letzten zwölf Monaten haben nicht alle Sektoren Ausschüttungen gekürzt. Sven Lehmann von HQ Trust zeigt, welche Branchen erfolgreich Widerstand leisteten.

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Sven Lehmann, Portfoliomanager des HQT Global Quality Dividend Fonds
© HQ Trust

In einer aufwendigen Analyse hat der Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend für den MSCI ACWI (MSCI All Country World Index) und seine 23 Industrien ermittelt, wie das Dividendenwachstum ausgefallen ist, welche maximale Einbrüche es bei den Ausschüttungen gab und wie es um die Dividendenstabilität der MSCI-Branchen bestellt ist. Die Analyse bezieht sich auf den Zeitraum von Dezember 1995 bis heute.

Eigenschaften von Industrien, die 2020/21 ihre Dividenden steigerten
Industrien, die in den vergangenen zwölf Monaten ihre Dividenden anhoben, haben historisch oft hohe Wachstumsraten, geringe Einbrüche und eine hohe Stabilität.

Quelle: HQ Trust, Refinitiv

Wie die Grafik zu lesen ist
In den vergangenen 25 Jahren legten die Dividenden des MSCI ACWI im Schnitt um 4,3 Prozent p.a. zu. Die X-Achse steht für das annualisierte Dividendenwachstum. In den vergangenen 12 Monaten wurden die Ausschüttungen allerdings im Schnitt um 13 Prozent gekürzt (Y-Achse). Der maximale Rückgang bei den Ausschüttungen von rund 30 Prozent (Kreisgröße!) ereignete sich während der Finanzkrise von Juli 2008 bis Mai 2010. Die Stabilität der Dividendenzahlungen lag über den Gesamtzeitraum bei 92 Prozent (Farbe des Kreise), wobei 100 Prozent eine perfekte Linie wäre.

So schätzt Sven Lehmann die Ergebnisse ein
„Sieben der 23 MSCI-Industrien haben ihre Ausschüttungen in den vergangenen 12 Monaten angehoben, am stärksten der Lebensmitteleinzelhandel mit plus zehn Prozent“, analysiert der Fondsmanager. „Am stärksten gekürzt werden die Dividenden im Bereich Verbraucherdienstleistungen: Hier lag das Minus bei rund 50 Prozent. Zu dem Sektor gehören Firmen wie Chipotle, McDonalds oder die Hotelketten Marriott und Hilton, die besonders unter der Pandemie gelitten haben.“

Medienfirmen als  Dividendenmuffel
Das geringste Dividendenwachstum seit 1995 habe es bei den Medienunternehmen gegeben. Das Plus habe knapp unter einem Prozent pro Jahr gelegen, so Lehmann weiter. „Den höchsten Zuwachs bei den jährlichen Dividenden gab es bei den Software-Konzernen mit plus 17 Prozent p.a.. Allerdings war hier das Ausgangsniveau im Jahr 1995 auch recht niedrig.“
„Den stärksten Einbruch bei den Dividendenzahlungen gab es bei den Diversifizierten Finanzdiensten, die auch die niedrigste Stabilität bei den Ausschüttungen aufweisen. Hierzu zählen Unternehmen wie Blackstone, American Express oder Charles Schwab.“

Der „Transportwesen-Kreis“ deckt im Übrigen den des Energiesektors komplett zu. (kb)

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