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Aon-Whitepaper zur bAV: Mehr Eigenbeteiligung erhöht Wertschätzung

Mehr Eigenbeteiligung würde die Wertschätzung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) erhöhen, ist eines der Ergebnisse einer von Aon durchgeführten Umfrage.

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© Khongtham / stock.adobe.com

Bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist sowohl eine Vereinfachung, als auch eine flexiblere Herangehensweise gefragt. Das zeigt ein Whitepaper von Aon, das das Consulting-Unternehmen zum Thema „bAV im Spagat zwischen frei gestaltbar und paternalistisch“ veröffentlicht hat. Laut diesem schrecken finanzielle Gründe Mitarbeiter nicht davon ab, sich an ihrer betrieblichen Altersversorgung zu beteiligen. Im Gegenteil: Eigene Beiträge erhöhen die Wertschätzung der bAV. Aus Sicht des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens darf die durch die aus der Flexibilität resultierenden Komplexität die Entscheidung für eine Eigenbeteiligung nicht behindern.

Grundsätzliche Fragestellung
Die entscheidende Frage für Aon sei: Warum beteiligen sich Arbeitnehmer nicht stärker an der bAV?

Laut Aon-Studien würde eine große Mehrheit (69 Prozent) der Arbeitnehmer bAV-Angebote nutzen, wenn der Arbeitgeber sich beteiligt bzw. ein gutes Angebot macht. 83,7 Prozent würden heute auf Konsum verzichten, um fürs Alter vorzusorgen. Tatsächlich waren es 2018 aber nur etwas mehr als 56,4 Prozent der Arbeitnehmer, die bereits eigene Beiträge in die bAV investierten.

„Für Arbeitnehmer ist das Thema bAV nach wie zu kompliziert. Viele fühlen sich überfordert, zwischen den verschiedenen Optionen richtig zu entscheiden, vor allem, wenn man die positiven Auswirkungen erst in ferner Zukunft spürt. Da sticht selbst das attraktivste Angebot nicht.“ Aon-Studien zufolge empfinden 61 Prozent der Arbeitnehmer das Thema bAV zufolge als „komplex“ bzw. „sehr komplex“", erklärt Carsten Hölscher, Partner bei Aon Retirement Solutions und Autor des Whitepapers.

Neue Ansätze gefragt
Bereits bestehende Ansätze, Arbeitnehmer an der bAV zum Beispiel über finanzielle Anreize zu beteiligen, greifen offenbar nicht genug. Hölscher ergänzt: „Wir brauchen einfache, flexiblere bAV-Lösungen, die zweierlei schaffen: den Arbeitnehmern die Entscheidung zur Eigenbeteiligung abnehmen und gleichzeitig Raum für persönliche Gestaltung lassen. Zum Beispiel mit vorkonfigurierten Standards, die auch individuelle Lebens- und Karriereverläufe berücksichtigen. Dies würde die Beteiligungsquoten erhöhen.“ In diesem Sinn können flexiblere und einfache Angebote des Arbeitgebers dazu beitragen, Mitarbeiter zu motivieren, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. „Dies wird bewirken,“ so Hölscher, „dass die Attraktivität der bAV steigt – und im selben Zug auch die des Arbeitgebers.“ (aa)

Erklärung zur Grafik:
83,7 Prozent der Arbeitnehmer in Großunternehmen sind bereit sich mit eigenen Beiträgen an der betrieblichen Altersversorgung zu beteiligen. Nur 56,4 Prozent von ihnen tun dies aber tatsächlich. Einer der Gründe dafür ist, dass ihnen das Thema zu komplex ist. Aon-Studien zufolge empfinden 60,9 Prozent Prozent der Arbeitnehmer das Thema bAV zufolge als „komplex“ bzw. „sehr komplex“. Viele Arbeitnehmer fühlen sich überfordert, zwischen den verschiedenen Optionen richtig zu entscheiden.

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