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Anteil europäischer Aktien an MSCI ACWI seit 2008 halbiert

Seit der Finanzkrise 2008 hat sich der Anteil europäischer Aktien am MSCI All Country World Index von ca. 30 Prozent auf etwas über 15 Prozent verringert. Beim Performance-Vergleich hinkt Europa mit dem MSCI Europe der Weltentwicklung ebenfalls weit hinterher. Bedeutungsverlust oder Einstiegschance?

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© Savvapanf Photo / stock.adobe.com

Der Rückgang der Bedeutung europäischer Aktien seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 ist eklatant, wenn man die schrumpfende Marktkapitalisierung (Free Float) betrachtet, deren Anteil an der Weltmarktkapitalisierung sich in den letzten 13 Jahren halbiert hat. 

Ländergewichtung im MSCI All Country World ETF (ACWI) zum 28. Februar 2021

Quelle: Handelskontor

Wirtschaftlicher Bedeutungsverlust oder historische Einstiegschance oder beides?
Bei einigen Parametern liegen die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weit vorne, beispielsweise bei dem Anteil des in Kaufkraftstandards gemessenen Bruttoinlandsprodukts. Doch dies ist der Status quo – an den Börsen dieser Welt wird bekanntermaßen die Zukunft gehandelt.

Die Notierung des iShares MSCI All Country World Index kletterte binnen der letzten fünf Jahre um 75,1 Prozent nach oben. Beim iShares Core MSCI Europe ETF schlägt der Zugewinn im selben Zeitraum indes lediglich mit 22,7 Prozent zu Buche, wie die folgende Grafik illustriert:

Kumulative Index-Performance des MSCI ACWI, MSCI World und des MSCI Europe
Untersuchungszeitraum März 2006 bis März 2021

Quelle: Handelskontor

Noch weiter bergab?
Der ohnehin schon in Gang gesetzte Abwärtstrend könnte sich durch die Corona-Krise sogar noch verschärft haben. Während das die Welt in Atem haltende Virus in Europa bereits etwas mehr als eine Million Menschenleben forderte, fallen weitere rund zwei Millionen auf den Rest der Welt. Nicht nur in puncto Todeszahlen, sondern auch hinsichtlich des BIP-Rückgangs kommt der Euroraum gemäß aktuellen Prognosen schlecht durch die Pandemie.

Hoffnungsschimmer
Ungeachtet der jüngsten Entwicklung und ernstzunehmender Schieflage gibt es auch einen Hoffnungsschimmer. So setzen Großanleger dieser Tage massiv auf Aktien der Euro-Zone, da immer mehr der Auffassung sind, dass insbesondere die US-Börsen ausgereizt sind. (kb)

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