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Anlegerstimmung hellt sich weiter auf

Unterinvestierte Anleger leiden weiter, denn der „Pain Trade“ nach oben hat sich fortgesetzt. Zugelegt haben zuletzt insbesondere Regionen und Branchen, die sich zuvor unterdurchschnittlich entwickelt hatten. Zykliker waren die relativen Gewinner. Der Dax legte kräftig zu und der US-Dollar fiel.

Dr. Bernd Meyer, Berenberg
Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefstratege Wealth and Asset Management bei Berenberg
© Berenberg

Ausgelöst hatten diese Entwicklung zum einen die gewaltigen Fiskalprogramme in der Eurozone und Deutschland sowie die weitere Unterstützung durch die EZB, und zum anderen auf Momentum setzende systematische Anlagestrategien, die ihre Aktienquote weiter hochfuhren.

Auch die Technik rät zum Einstieg
Viele diskretionäre Asset Manager haben spätestens nach dem Überschreiten der wichtigen 200-Tage-Linien im Dax und S&P 500 ihre Aktienpositionen erhöht. Geldmarktfonds sahen letzte Woche den größten Abfluss seit Januar 2020. Laut Professor Meyer ist dies ein erstes Indiz dafür, dass das reichich vorhandene trockene Pulver wieder reinvestiert wird. Die Anlegerstimmung hellt sich auf. "Die Luft dürfte in den nächsten Wochen jedoch dünner werden. Viel Positives ist nun eingepreist und die Positionierung weniger verhalten, gibt Dr. Meyer zu bedenken.

Kurzfristiger Ausblick
Die EZB hat die Märkte mit einer deutlichen Ausweitung des PEPP-Anleihekaufprogramms jüngst positiv überrascht. Nun sind die Fed und Bank of England am Zug. Die amerikanische Zentralbank hält ihre monatliche Sitzung am 10. Juni, die Bank of England am 18. Juni ab. Eine Zinssenkung wird jedoch von keiner der beiden Zentralbanken erwartet. Beim Treffen des Europäischen Rates am 18./19. Juni dürfte der Wiederaufbaufonds eine wichtige Rolle spielen.

Am Dienstag stehen die für Deutschland wichtigen Export-Zahlen (April) an, am Mittwoch und Donnerstag folgen die April-Industrieproduktionszahlen von Frankreich und Italien. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland werden am 16. Juni bekannt gegeben. Für die USA stehen am Mittwoch die Inflationszahlen (Mai), am Donnerstag die Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung, am 12. Juni das Verbrauchervertrauen (University of Michigan) und am 16. Juni die Industrieproduktion und die Einzelhandelsumsätze (Mai) an. (kb)
 
 

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