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Warum ESG-Strategien besser durch Krisen kommen

Amundi hat untersucht, warum sich ESG-orientierte Unternehmen bzw. die in diesen Firmen investierten ESG-Fonds in der jüngsten Marktkorrektur widerstandsfähiger zeigten. Die von Amundi gezogenen Schlüsse werden höchstwahrscheinlich auch in zukünftigen Krisen für Investoren relevant sein.

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Erwartung, dass andere gleich agieren
ESG-Fonds könnten aus einem weiteren Grund profitieren und die Rolle eines sicheren Hafens eingenommen haben. Anleger erwarten, dass andere das Gleiche wie sie tun. Solche Präferenzen manifestieren sich in Krisen gewöhnlich in Form von Kapitalumschichtungen zwischen Anlageklassen, aber auch innerhalb jeder Anlageklasse zwischen verschiedenen Marktsegmenten. In der Covid-19-Krise – die eindeutig starke soziale und ökologische Auswirkungen hat – scheinen Investoren eine starke ESG-Performance als ein defensives Merkmal wahrgenommen zu haben.
 
© Andrey Popov / stock.adobe.com

Investoren sollten sich überlegen, nicht nur aus regulatorischen Gründen ESG-Fonds höher zu gewichten, sondern auch aus dem Blickwinkel der Risikoreduzierung. Denn laut einem von Amundi Research veröffentlichten Paper haben sich ESG-orientierte Unternehmen in der jüngsten Krisenzeit resistenter als traditionelle Unternehmen gezeigt.

„Bereits vor der aktuellen Pandemie war die soziale Verantwortung der Unternehmen zu einem wichtigen Investmentkriterium geworden. Mehrere neuere Studien haben gezeigt, dass die Aktienkurse von Unternehmen mit einer besseren ESG-Performance stärker als die ihrer Konkurrenten steigen. Dieses Phänomen war wohl hauptsächlich auf die Nachfrage der Investoren nach ESG-Strategien zurückzuführen“, erklärt Jean-Jacques Barbéris, Head of Institutional and Corporate Clients Coverage und verweist auf folgende Zahlen:

Der MSCI World-Index fiel im März um 14,5 Prozent. Aber: Immerhin 62 Prozent der ESG-Large-Cap-Fonds schnitten besser ab als der Index. 42 Prozent der Fonds – offene Fonds und ETFs, die auf dem US-Markt erhältlich sind – wurden laut Morningstar im ersten Quartil ihrer Kategorie eingestuft. „Diese Outperformance ist teils auf den Fokus dieser Fonds auf Branchen zurückzuführen, die weniger von Eindämmungs- und sozialen Kontakteinschränkungen betroffen sind, wie beispielsweise Technologie oder Telekommunikation, aber nicht nur“, merkt Barbéris an.

ESG-Strategien profitieren von Neugeldern
Amundi analysierte die Zu- und Abflüsse in 1.662 ETFs, die auf dem US-Markt notiert sind, darunter 75 ETFs mit ESG-Klassifizierung, 24 im Bereich Umwelt wie Kohlenstoffreduktion, Wasser oder saubere Energie, 53 im Gesundheitswesen und 30 in der Technologie. Die Zuflüsse sind während der gesamten bisherigen Krise weiter gestiegen, während nach der Anfangsphase der Sperren in Italien massive Verkäufe bei traditionellen Aktien-ETFs zu verzeichnen waren, aber auch bei ETFs, die auf Branchen mit geringen krisenbedingten Auswirkungen spezialisiert sind, wie z.B. Technologie und in geringerem Maße auf das Gesundheitswesen.

Von welchen Faktoren ESG basierte Anlagestrategien gerade in Krisenzeiten profitieren und welchen Schluss Amundi daraus zieht, können Sie der Bildergalerie oben entnehmen. (aa)

 

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