Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

AllianceBernstein: Nur nicht zu hoch auf die Renditeleiter klettern

Der US-Asset Manager empfiehlt Anleiheninvestoren, gerade bei hochverzinsten und damit riskanten Credits besondere Vorsicht walten zu lassen.

Douglas J. Peebles, Chief Investment Officer Fixed Income beim Asset Manager AllianceBernstein (AB)
Douglas J. Peebles, Chief Investment Officer Fixed Income, AllianceBernstein (AB)
© AllianceBernstein (AB)

Bond-Anleger sollten nach Ansicht von Douglas J. Peebles, Chief Investment Officer Fixed Income beim Asset Manager AllianceBernstein (AB) "nicht zu hoch auf die Renditeleiter klettern". Dieser Ratschlag basiert auf diversen trüben Marktsignalen: Seit die großen Notenbanken wieder auf Lockerungskurs sind, haben sich Teile der Renditekurven in den USA und in Japan invertiert, was häufig als Vorzeichen einer Rezession gedeutet wird. Zudem verflachte die deutsche Zinskurve auf ein historisches Tief. "Ob die guten Zeiten für Anleger dennoch andauern werden, hängt jetzt davon ab, ob die Lockerung der Geldpolitik weiterhin ein wirksames Mittel zur Konjunkturstimulation sein wird, erklärt Peebles.

Seiner Ansicht nach sollten Fed-Zinssenkungen von 75 bis 100 Basispunkten in den nächsten sechs bis neun Monaten ausreichen, um das US-Wachstum zu stabilisieren und die Zinskurve etwas steiler zu gestalten. Für die geld- und fiskalpolitischen Impulse in China ist er ebenfalls optimistisch.

Alter Kontinent hat viele Schwächen
Weniger zuversichtlich ist Peebles dagegen für Europa. „Die hohe Exportabhängigkeit und begrenzte politische Flexibilität macht viele Länder Europas anfälliger für einen globalen Konjunkturabschwung“, warnt er. Sollte jedoch die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde die europäischen Regierungen zu fiskalischen Impulsen bewegen können, werde sich der Ausblick verbessern.

Risiken bleiben jedoch bestehen: Einerseits sei zu bezweifeln, wie wirksam weitere Lockerungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) angesichts der massiven globalen Kreditvergabe in den letzten zehn Jahren sein können. Des Weiteren dürften der Brexit, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die schwindende Liquidität an den Märkten weiterhin für Turbulenzen sorgen.

Investoren sollten engagiert bleiben
„Das bedeutet jedoch nicht, dass Anleiheanleger aussteigen sollten“, betont Peebles. Bei derart niedrigen Zinsen sei ein Engagement in wachstumssensiblen Anlagen mit angemessenem Ertragspotenzial unerlässlich. Angesichts der Abwärtsrisiken für das globale Wachstum und des Bonitäts- und Liquiditätsrisikos sollten Anleger aber nicht zu hoch auf die Renditeleiter steigen. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen