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Steigende Zinsen: Drei Strategien für institutionelle Investoren

Wie institutionelle Investoren ihre Rentenportfolios in Zeiten steigender Renditen sturmfest machen und damit Kursverluste vermeiden oder zumindest reduzieren können, erklären die beiden Rentenchefs von AllianceBernstein (AB).

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Höherverzinste Sektoren nutzen:
Risikoaktiva wie hochverzinsliche Unternehmensanleihen können in einem Umfeld steigender Zinsen eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen, insbesondere wenn die Inflationserwartungen steigen. Denn: solche Bedingungen gehen typischerweise mit einem soliden Wirtschaftswachstum einher, das die Kreditvergabe unterstützt.

Hierbei heißt der Schlüssel Diversifizierung. "Suchen Sie nach überzeugenden Risiko-Ertrags-Profilen in Sektoren und Regionen mit unterschiedlichen Inflations- und Zinsumfeldern, seien Sie wählerisch und stützen Sie sich auf fundamentale Faktoren. Die Fundamentaldaten sind im Großen und Ganzen günstig, die Unternehmen haben die niedrigen Zinsen genutzt, um ihre Liquiditätspuffer zu stärken, und die Angebots- und Nachfragedynamik ist sehr vorteilhaft", empfehlen DiMaggio und Distenfeld.

So sollten Finanzanleihen von einer wirtschaftlichen Erholung mit steigenden Zinsen profitieren, da mit steigenden Zinsen auch die Margen der Banken steigen. Die Renditen für nachrangige Additional-Tier-1-Anleihen europäischer Banken liegen über denen anderer Hochzinsemittenten, die Unternehmen haben aber bessere Bilanzen.

Auch verbriefte US-Vermögenswerte bieten einen gesunden Renditeaufschlag gegenüber investment-Grade-Unternehmensanleihen. Das gilt insbesondere für Credit-Risk-Transfer-(CRT-)Wertpapiere, die dank der robusten Nachfrage auf dem US-Wohnimmobilienmarkt besonders attraktiv sind und aufgrund ihrer variablen Verzinsung vor steigenden Zinsen und Inflation schützen.

Auch für Schwellenländeranleihen sind DiMaggio und Distenfeld zuversichtlich: Der schwächere US-Dollar, fortgesetzte fiskalische Anreize, günstige Bewertungen und die starke Nachfrage der Anleger nach Einkommen dürften diese begünstigen.
© pincasso / stock.adobe.com

Das schlummernde Risiko einer Inflation in Verbindung mit sehr niedrigen Renditen und die daraus drohenden hohen Kursverluste bei sicheren Anleihen lassen Investoren bangen. „Zwar rechnen auch wir damit, dass sich die Weltwirtschaft an der Schwelle zu einem neuen, inflationäreren Zeitalter befindet, jedoch erwarten wir in nächster Zeit weder eine signifikante und anhaltende Inflation, noch einen dramatischen Zinsanstieg“, betonen Scott DiMaggio und Gershon Distenfeld, Co-Heads Fixed Income bei AllianceBernstein (AB), vorab.

Kursverluste rechtzeitig vermeiden
Nach Einschätzung von DiMaggio und Distenfeld werden die Renditen in den meisten Märkten wahrscheinlich auch 2021 niedrig bleiben. Selbst in den USA, wo die Wirtschaft schneller wachsen dürfte als in anderen entwickelten Volkswirtschaften, dürfte die Rendite zehnjähriger Treasuries bis Ende 2021 nur auf circa 1,75 Prozent steigen.

Dennoch ist es angesichts der massiven Konjunkturpakete überall ratsam, vorbereitet zu sein. Welche drei Anpassungen aktive Rentenanleger machen sollten, um sich gegen Inflationsrisiken und Kursverluste zu wappnen, können Sie obiger Bildergalerie entnehmen. (aa)

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