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Aktives Management bietet Mehrwert bei Schwellenländeranleihen

Die Diskussion um aktive versus passive Investments stellt viele Investoren vor eine schwierige Wahl. Aber was müssen Investoren bei Emerging-Market-Anleihen beachten, wenn man die beiden Anlagekonzepte miteinander vergleicht? Eine aktuelle Investec-Studie bringt Licht ins Dunkel, sagt Eerdmans.

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Peter Eerdmans, Head of Fixed Income, Investec Asset Management
© Investec AM

Befürworter von passiven Strategien behauptet meist, dass aktive Manager kein stetiges Alpha erzielen und die Gebühren passiver Ansätze erheblich niedriger sind. "Letztlich bleibt die Frage, ob ein aktiver Manager bei Emerging-Market-Anleihen genügend Mehrwert schaffen kann, um seine höheren Gebühren zu rechtfertigen", sagt Peter Eerdmans,  Head of Fixed Income bei Investec Asset Management.

Wie groß sind die Alpha-Chancen von EMD?
In einer aktuellen Studie hat Investec AM das tatsächliche und mögliche Alpha aktiver Emerging-Market-Anleihestrategien untersucht und die mögliche Kosteneinsparung durch passive Ansätze verglichen. Hierfür hat man jene Faktoren berücksichtigt, auf die es beim langfristig erfolgreichen Investieren in einem so speziellen und sich stetig entwickelnden Anlageuniversum ankommt.

Aktive Manager von Schwellenländeranleihen erzielten langfristig Alpha 
Die Analyse der Zehnjahres-Bruttoerträge zeigt, dass aktive Strategien mit dem J.P. Morgan GBI-EM Index als Benchmark den Index im Jahresdurchschnitt um über 50 Basispunkte übertroffen haben. Bei Strategien, die den J.P. Morgan EMBI Global Diversified Index als Benchmark hatten, machte der jährliche Mehrertrag sogar mehr als 110 Basispunkte aus.

Alpha abhängig vom Marktumfeld: Mehr Chancen bei niedriger Korrelation
Doch nicht jedes Marktumfeld bietet erfahrenen aktiven Managern die Möglichkeit, einen Mehrertrag zu generieren. Nach einer andauernden Periode von hohen Korrelationen zwischen den einzelnen Investitionsgelegenheiten, die passives Ansätze begünstigen, beginnt sich das Umfeld nach und nach zu ändern. Der Zins­erhöhungszyklus in den USA scheint vorbei, sodass die US-Geldpolitik, die die Kapitalströme bislang dominiert hatte, wohl an Einfluss verliert. Dann dürften die Fundamentaldaten wieder wichtiger werden, wovon aktive Manager im besonderen Maße profitieren können.

Strukturelle Ineffizienzen arbeiten aktiven Managern zu
Hinzu kommt, dass es bei den Emerging Markets noch immer viele strukturelle Ineffizienzen gibt, beispielsweise durch Investoren, denen es nicht um Gewinnmaximierung geht. Dazu zählen Anleger, die bestimmte Verbindlichkeiten abdecken müssen (durch LDI-Ansätze), Notenbanken, Importeure und Exporteure, aber auch weniger erfahrene Anleger mit anderen Schwerpunkten. Aktive Manager sind in der Lage, mit Erfahrung und einem robusten Investmentansatz von einem vielfältigen und ineffizienten Emerging-Market-Anleiheuniversum zu profitieren. 

Kostenersparnis durch passive Konzepte bei EMD begrenzt
Es ist komplex und relativ teuer, in Emerging-Market-Anleihen zu investieren, und zwar unabhängig vom Investmentansatz. Das macht es schwer, „günstige“ Investmentprodukte für diese Märkte anzubieten. Hinzu komme, so Eerdmans, dass Indexanpassungen, die passive Investoren nachvollziehen müssten, auf der einen Seite einen Kostennachteil für viele passive Anleger seien, gleichzeitig eine Chance für aktive Manager darstellten.

Aktive Ansätze können sich sehr gut für nachhaltiges Investieren eignen
In den Schwellenländern können politische und soziale Faktoren deutlich größere Auswirkungen auf die Erträge als in den Industrieländern haben. Und seit dem Übereinkommen von Paris ist klar, dass Klimarisiken erheblich zunehmen. Umso entscheidender ist es, die umweltpolitischen Entwicklungen in den Emerging Markets zu analysieren, zumal Rohstoffexporte für diese Länder sehr wichtig sind.

Aktive Manager können besser zukunftsbezogene Nachhaltigkeitskriterien integrieren 
Um das risikoadjustierte Ertragspotential dieses sich schnell ändernden Anlageuniversums zu nutzen, braucht man einen umfassenden, transparenten und vorausschauenden Ansatz. Eerdmans dazu: "Aktive Manager eignen sich dafür von Natur aus besser. Oft muss man als aktiver Manager von Emerging-Market-Anleihen sehr viel mehr beachten, als man auf den ersten Blick sieht. Ein guter Investmentansatz erfordert eine umfangreiche zukunftsgerichtete Analyse von Nachhaltigkeitskriterien statt einer rein vergangenheitsbezogenen ESG-Betrachtung. Das ist wichtig für Investoren, die die positiven Veränderungen durch nachhaltiges Investieren schätzen und ihre Anlagen sowie sich selbst vor Reputationsschäden schützen wollen."

Fazit
Die iNvestec-Studue zeigt, dass aktives Management im Universum der Emerging-Market-Anleihen unter Anwendung eines langjährig bewährten und robusten Investmentprozesses  einen echten Mehrwert schafft. (kb)

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