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Aktienhausse im Spätherbst aus Sicht der Saisonalitätsprofis

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten bleibt weiterhin bestehen: Nichtsdestotrotz legt der historische Marktverlauf nahe, dass sich die Stimmung der Anleger in den kommenden Wochen bessern sollte. Die Experten des deutsch-österreichischen Fintechs Seasonax Capital finden dafür statistische Belege.

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Dimtri Speck und Tea Muratovic, zwei der Gründer und Geschäftsführer von Seasonax Capital, einer auf die Saisonalität in all ihren Schattierungen ausgerichteten Investment Boutique.
© Seasonax Capital

Die wichtigsten US-Aktienindizes tendieren dazu, sich vor den Präsidentschaftswahlen stark zu bewegen. Aber es gibt noch einen weiteren saisonalen Effekt: die Herbstrallye. Typischerweise steigen die Aktienkurse ab Oktober stark an. Statistisch lässt sich dieser Effekt sehr gut nachweisen. Eine der Triebfedern für diese Aktienmarkt-Rallye ist der Einzelhandel und die bevorstehenden Weihnachtseinkäufe. Verkaufsevents wie Amazons Prime Day oder der Black Friday regen Verbraucher zu zusätzlichen Ausgaben an und treiben die Aktienkurse in die Höhe.

Aktienmarkt-Hausse im Spätherbst
In diesem Jahr wird die Herbstrallye zudem noch von den Präsidentschaftswahlen unterstützt.
Im Vorfeld einer Wahl bessert sich die Stimmung im Land, da die Bürger auf den Sieg ihres Kandidaten hoffen und von der neuen Regierung im Weißen Haus neue Impulse erwartet
werden. Dieser Optimismus regt das Kaufinteresse an, auch wenn seien Ursache nicht mit den Kapitalmärkten zusammenhängt. Tea Muratovic, Co-Founder und Managing Director von Seasonax, sagt: "Um die bevorstehenden saisonale Chancen zu untersuchen, haben
wir den Technologiesektor anhand des NASDAQ 100 analysiert. Für gewöhnlich generiert er um diese Jahreszeit starke saisonale Gewinne."

Im folgenden saisonalen Chart des NASDAQ 100 wird der durchschnittliche Verlauf des Index für alle Jahre seit 1985 berechnet. Es zeigt somit das typische saisonale Muster im Laufe
eines Kalenderjahres. Die horizontale Achse repräsentiert die Jahreszeit, die vertikale Achse zeigt die saisonale Kursinformation (auf 100 indexiert). So kann man auf einen Blick den saisonalen Verlauf erkennen.

Saisonaler Verlauf des NASDAQ 100 über die vergangenen 35 Jahre
Der NASDAQ 100 generiert im Durchschnitt starke saisonale Erträge im letzten Quartal.

Quelle: Seasonax 

Starke saisonale Phase vom 27. Oktober bis zum 6. Dezember
In diesem Zeitraum von etwas mehr als einem Monat ist der Index im Durchschnitt um 5,3 Prozent gestiegen. Auf annualisierter Basis entspricht das einem außergewöhnlich hohen Gewinn von 60,5 Prozent. Zum Vergleich: Im restlichen Jahresverlauf hat der NASDAQ 100 im Schnitt einen annualisierten Gewinn von weniger als neun Prozent erzielt. Zudem ist das Muster außerordentlich robust; in nur sieben Jahren wurden keine positiven Erträge erzielt.

Erträge in der saisonal starken Phase in jedem Jahr seit 1985
Dabei zeigen die blauen Balken Jahre mit positiven Erträgen, die roten Balken hingegen die Verlustjahre.

Quelle: Seasonax

Saisonale Chancen in Einzelaktien
Es gibt viele Einzelaktien, die in den kommenden Monaten eine Periode saisonaler Stärke aufweisen. Einige von ihnen befinden sich bereits in dieser Phase, beispielsweise Microsoft. Der Aktienkurs des Unternehmens steigt regelmäßig zwischen dem 10. Oktober und
dem 5. November. Im Durchschnitt erzielt die Aktie in diesem Zeitraum positive Erträge von 8,2 Prozent. Annualisiert bedeutet dies einen sehr starken Ertrag von 203,9 Prozent. Noch wichtiger ist die große Häufigkeit, mit der die in den letzten 20 Jahren erwirtschafteten positiven Erträge erzielt wurden: In 18 von 20 Fällen ist der Aktienkurs gestiegen. Aus fundamentaler Sicht ist die Beständigkeit dieses Verlaufs hauptsächlich positiven Ergebnisüberraschungen zu verdanken, die den Kurs im letzten Quartal typischerweise nach oben treiben, weiß Muratovic.

Beispiel Microsoft
Microsoft liefert typischerweise starke saisonale Erträge im Monat Oktober.

Quelle: Seasonax

Ob sich dieser Trend im Jahr 2020 fortsetzen wird, lässt sich nicht mit Sicherheit prognostizieren, aber die Saisonalität erlaubt es, die Wahrscheinlichkeit gewisser Preisbewegungen zu bestimmen. Als Handelsstrategie ist sie einer der wenigen Ansätze, die
statistisch überprüfbar sind. Da die Ursachen für die saisonalen Trends oftmals auf Kalenderereignissen basieren und unabhängig von anderen Kurstreibern sind, schafft die Saisonalität aus statistischer Sicht stets einen Mehrwert für Investoren, ist Muratovic überzeugt. 

Zugang zur Welt der saisonalen Chancen
Neben den hier besprochenen Aktien und Indizes gibt es noch zahlreiche andere Instrumente, die regelmäßig wiederkehrende schwache und/oder starke saisonale Phasen aufweisen, von denen viele soeben beginnen. Wer hier tiefer in die Materie eintauchen möchte, kann auf das 
Analyseinstrument via www.seasonax.com zugreifen. Profitable Investitionen sind damit möglicherweise nur wenige Mausklicks entfernt.... (kb)

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