Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

Aktien bleiben alternativlos: Gibt es wirklich keine Alternativen?

TINA – «There is no Alternative» oder mit anderen Worten Aktien sind und bleiben alternativlos. Dieses Thema dominierte die Wertpapiermärkte, denn Anleihen sind im aktuellen Umfeld unattraktiv und bieten - wenn überhaupt - nur magere Renditen, die kaum potentielle Risiken entschädigen.

ndreas Gilgen, Leiter Portfoliomanagement bei der Bank Alpinum
Andreas Gilgen, Leiter Portfoliomanagement bei der Bank Alpinum
© Bank Alpinum

Es gibt sie – die Alternativen. Nur sind es leider wenige und viele kennen wir schon länger. Immobilienanlagen sind im Höhenrausch und bieten Inflationsschutz, solange die Zinskosten nicht zu sehr anziehen. Sollten kritische Schwellenwerte überschritten werden, wird es für Immobilienbesitzer mit viel Fremdkapital sehr rasch kritisch. Auch sogenannte «Hedgefonds» versprechen oft spannende Renditen, halten nach Kosten aber kaum mit klassischen gemischten Portfolios mit. Private Equity ist eher etwas für Großinvestoren mit einem Anlagehorizont von 10-20 Jahren, denn Liquidität ist kaum vorhanden.

Risiko von Eintagsfliegen
Somit bleiben noch Edelmetalle, Rohstoffe, Kryptowährungen und Sammlerstücke wie seltene Autos oder Kunstwerke, wo eine hohe Nachfrage auf ein limitiertes Angebot trifft und die Preise in schwindelerregende Höhen treiben kann - oder auch nicht. Auch da gilt es auf das richtige Pferd zu setzen, den oft entpuppen sich tolle Themen im Rückblick als Eintagsfliegen mit dem Risiko von Totalausfällen.

Strategie und Diversifikation sind auf lange Sicht zielführend
"Der Hinweis, dass vergangene Performance eine Anlage oder Anlagestrategie kein Hinweis auf eine zukünftige Performance gibt, soll nicht nur als «Risikohinweis» stehen, sondern als ernstgemeinte Warnung", sagt Andreas Gilgen, Leiter Portfoliomanagement bei der Bank Alpinum. "Der langfristige Anlageerfolg definiert sich aus dem Zusammenspiel einer guten Portfoliodiversifikation sowie einer konsequent langfristigen Anlagestrategie, die es versteht, das Herdenverhalten der Anleger richtig zu interpretieren und entsprechend zu agieren. Auf die vergangenen Gewinner setzten ist eine Strategie, nicht aber zwingend eine erfolgsversprechende."

Mittelfristig geht die Rallye weiter
Schlussendlich ist bei Anlagen die Qualität der entscheidende Faktor. Andreas Gilgen dazu: "Unternehmen, die mit einem guten Produktangebot im Markt breit diversifiziert sind und jährlich gute Gewinne einfahren, bleiben gute Unternehmen, auch wenn der Aktienkurs kurzfristig deutlich fällt oder ein Quartalsresultat nicht ganz den Erwartungen entspricht. Zeichnet sich jedoch ab, dass sich die Dynamik eines Unternehmens ändert, dann ist Handeln notwendig, selbst wenn schöne Dividenden locken. Sehr spannend wird es, wenn große Unternehmen plötzlich zum Verkauf stehen. In der Schweiz wird beispielsweise heftig über die Zukunft der Credit Suisse diskutiert. Sollte die CS tatsächlich an ein amerikanisches Institut verkauft werden? Falls ja, eine große Chance für viele kleinere und agile Banken. Wir bleiben wachsam, denn ein solcher Verkauf hätte auch Auswirkungen auf den ganzen Sektor."

Zum Schluss nochmals zu TINA
Andreas Gilgen und seine Kollegen bleiben den Aktien positiv gesinnt, auch wenn viele Titel auf Höchstständen notieren. Zu erwarten seien eine Seitwärtsbewegung oder Gewinnmitnahmen, mittelfristig gehe die Rallye aber weiter, so deren aktuelle Überzeugung. (kb)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren