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Adler Real Estate macht Deal rückgängig

Bei Adler Real Estate gibt es wieder einmal eine überraschende Entwicklung. Denn der Verkauf mehrerer Immobilien wird mangels Zahlung des Verkäufers rückabgewickelt.

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© Nomad_Soul / stock.adobe.com

Die Adler Group SA hat den Verkauf eines Immobilienpakets wegen ausbleibender Zahlungen rückgängig gemacht. Laut dem am Montagabend vorgelegten Quartalsbericht wurde der Vertrag mit Partners Immobilien Capital Management gelöst, da die Gesellschaft dem Konzern zu einem 313 Millionen Euro schweren Deal aus dem Mai 2020 noch Geld schuldete. Darüber berichtet Bloomberg News.

Partners hatte sieben Entwicklungsprojekte von der Adler-Tochter Consus erworben. “Bis zum Jahresende 2021 hatte Consus nur einen Teil des Kaufpreises erhalten, und es war nicht bekannt, wann und in welcher Höhe die Zahlungen beglichen wurden”, hieß es. “Es stellte sich daher als die beste Lösung für Consus heraus, den Vertrag rückgängig zu machen und damit langwierige Gerichtsverfahren gegen den Käufer zu vermeiden.”

Der Schwager von Cevdet Caner, dem österreichischen Tycoon, dessen Familie in Adler investiert, war an Partners Immobilien beteiligt.

Die Adler-Aktie legte zum Handelsstart kurzzeitig bis zu 3,5 Prozent zu. Dann fiel sie jedoch ins Minus (Stand: Dienstag Vormittag).

Bei Consus übernimmt der Chief Legal Officer von Adler, Sven-Christian Frank, zusätzlich zu seiner bisherigen Tätigkeit das Amt des Alleinvorstands. Er tritt die Nachfolge von Bernd Schade an, der sein zum 7. Juni niederlegt. 

Consus hatte Ende 2021 ein negatives Eigenkapital aufgrund von Abschreibungen und der sich daraus ergebenden Verlustübernahmen “auf Basis bestehender Ergebnisabführungsverträge”. Um Consus im Rahmen der Adler Group sanieren zu können, müsse die Tochter bilanziell restrukturiert werden, teilte der Konzern mit. Zudem bedürfe das Projektentwicklungsgeschäft der konsequenten Weiterentwicklung. 

Auf Zwölf-Monats-Sicht sind die Aktien von Adler um mehr als 80 Prozent eingebrochen, da das Unternehmen Schwierigkeiten hatte, Vorwürfe des Leerverkäufers Fraser Perring zu entkräften. Im Topmanagement gab es mehrere Rücktritte. Der Vermieter verzeichnete im vergangenen Jahr einen Verlust von mehr als 1,0 Milliarde Euro, da er in Bezug auf eine Immobilienentwicklungs-Tochter Abschreibungen vornahm und große Teile seines Portfolios verkauft hat, um Schulden zu tilgen, erinnert Bloomberg.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt informierten Kreisen zufolge wegen des Verdachts der Bilanzfälschung bei Adler. Dabei gehe es um die Bewertung einer Immobilie, die im Jahr 2019 verkauft werden sollte, hieß es. Das Verfahren sei eröffnet worden, nachdem die Finanzaufsicht Bafin Strafanzeige gestellt habe.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ist in diesem Monat als Wirtschaftsprüfer des Unternehmens zurückgetreten. Sie hatte Adler das Testat verweigert.

Der gescheiterte Partners-Deal könnte sich auf die ausstehenden Forderungen des Unternehmens ausgewirkt haben, die laut Quartalsbericht Ende März auf 322 Millionen Euro Ende März zurückgegangen sind von 423 Millionen Euro drei Monate zuvor, merkt Bloomberg an. Im ersten Quartal führte eine Reihe von Veräußerungen zu einem Rückgang von Mieteinnahmen und Konzernergebnissen. (aa)

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