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"Absolute Abscheulichkeit": US-Hedgefonds wollen Stütze vom Staat

Eigentlich soll das milliardenschwere Corona-Hilfsprogramm der US-Regierung insbesondere finanzschwache kleine und mittlere Betriebe durch die Krise retten. Unter den Antragstellern befinden sich aber auch etliche Hedgefonds.

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© andrea lehmkuhl / stock.adobe.com

Unter den Firmen, die in den USA bislang einen Antrag auf Staatshilfe gestellt haben, befinden sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg auch diverse Hedgefonds. Eigentlich soll das Geld der Regierung beispielsweise Friseuren und Restaurantbesitzern dabei helfen, während der Corona-Pandemie Löhne, Mieten oder Nebenkosten zu zahlen. Hedgefonds gehören gewis nicht zu den angedachten Empfängern – zumal einige von ihnen dank satter Spekulationsgewinne sogar von der Krise profitieren.

Zum Beispiel Bill Ackman: Der Gründer und Chef des Hedgefonds Pershing Square Capital strich mit einer Wette auf fallende Märkte zuletzt satte 2,6 Milliarden US-Dollar Gewinn ein. Auch andere Hedgefonds-Manager dürften während des Corona-Crashs im Februar und März dieses Jahres gut verdient haben. Ob auch solche Krisenprofiteure zu den Antragstellern gehören, ist indes nicht bekannt.

"Absolute Abscheulichkeit"
Dass Hedgefonds in den Vereinigten Staaten überhaupt Staatshilfe beantragen können, ist einer Ungenauigkeit im Regelwerk zu verdanken. Während Banken und Versicherer vom Corona-Hilfsprogramm dezidiert ausgeschlossen sind, sind die Regeln im Hinblick auf Hedgefonds nicht so eindeutig formuliert.

Die Hilfsanträge einzelner Hedgefonds kommen jedenfalls auch in der Branche selbst nicht gerade gut an. Die Kritik daran wird immer lauter, berichtet Bloomberg. Die Agentur zitiert als ein Beispiel dafür Nate Koppikar vom Vermögensverwalter Orso Partners, der deutliche Worte findet: "Das ist eine absolute Abscheulichkeit." (fp)

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