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Aberdeen Standard verliert milliardenschweres Mandat

Durch die Fusion mit der Versicherung Standard Life verliert das Fondshaus Aberdeen einen Milliarden-Auftrag. Hintergrund ist, dass die Versicherungstochter der britischen Großbank Lloyds, Scottish Widows, ihr Geld nicht von einem Konkurrenten verwalten lassen will.

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© Gajus / stock.adobe.com

Der Finanzdienstleister Standard Life Aberdeen verliert seinen wohl wichtigstes Mandat. Die britische Bank Llodys sucht sich einen anderen Asset Manager für ihr Versicherungsgeschäft. Standard Life Aberdeen verwaltet für die Lloyds-Sparte Scottish Widows ein Vermögen in Höhe von 109 Milliarden britischen Pfund (122 Milliarden Euro). Der Asset Manager Aberdeen und die Versicherung Standard Life haben vergangenen Sommer ihre Fusion vollzogen. Im Fondsgeschäft firmiert das vereinte Haus als Aberdeen Standard Investments.

Erst 2013 hatte Lloyds die Investmentsparte von Scottish Widows an Aberdeen verkauft. Im Gegenzug stieg die Bank zur Großaktionärin bei Aberdeen auf. Aus diesem Deal stammt auch der Auftrag für Aberdeen, die Versicherungsmittel zu verwalten.

Doch nun storniert Scottish Widows das Mandat. "Die Fusion von Standard Life und Aberdeen führte dazu, dass unsere Mittel nun von einem wesentlichen Konkurrenten verwaltet werden", sagte Antonio Lorenzo, Vorstandschef von Scottish Widows, einer Mitteilung zufolge. Daher sei es nun angemessen, für das Asset Management neue Arrangements zu treffen. Das Haus werde nun einen oder mehrere, neue und langfristige Partner suchen.

Aktie im Sinkflug
Scottish Widows habe nach der Fusion von Aberdeen und Standard Life ein halbes Jahr lang über die Fortführung des Auftrags verhandelt, berichtet Lorenzo. Da kein Übereinkommen gefunden wurde, soll der Auftrag Mitte 2019 auslaufen. Standard Life Aberdeen äußerte sich "enttäuscht" über die Entscheidung. Der Vermögensverwalter habe eine gute Leistung für Lloyds und seine Versicherungstochter erbracht. Zugleich betonten die Schotten, dass der Auftrag weniger als fünf Prozent der jährlichen Erträge betreffe.

Allerdings ist Scottish Widows der größte Einzelkunde von Standard Life Aberdeen. Mit der Kündigung strömen immerhin 17 Prozent des verwalteten Vermögens ab. Anleger zeigten sich von dem Fiasko entsprechend schockiert. Die Aktie von Standard Life Aberdeen sackte am Donnerstag um neun Prozent ab und erholte sich am Freitag im Londoner Handel nur leicht. (ert)

 


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