Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Wirtschaftsweiser Lars Feld beim Investmentforum in Frankfurt

Prof. Feld, der Topökonom und Leiter des Walter Eucken Institut Freiburg spricht über die wirtschaftliche Lage in Deutschland und der EU. Gelingt der Weg zurück zum „Normalniveau“? Melden Sie sich gleich an und erfahren Sie mehr!

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

aba-Tagung der Fachvereinigung der Pensionskassen in Mannheim im Zeichen von Regulierung und PEPP - mit Fotogalerie

Bei der diesjährigen aba-Tagung der Fachvereinigung der Pensionskassen in Mannheim diskutierten deutsche Pensionskassenexperten unter anderem über aktuelle Regulierungsvorhaben auf europäischer Ebene, den EIOPA-Stresstest und QIS II aus Sicht der Pensionskassen sowie über das auf der Agenda stehende neue standardisierte Pensionsprodukt, PEPP oder „Pan European Personal Pension Product“ genannt. EIOPA hat hierzu ein Konsultationspapier verschickt, für das ein Rücklauf bis 5. Oktober 2015 vorgesehen ist. Zur Fotogalerie geht es hier.
 
Wird PEPP von den Bürgern angenommen werden?
 
Christian Röhle, Rechtsanwalt der Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst-Gruppe, sieht in diesem PEPP Konsultationspapier noch viele unbeantwortete Fragen. Zentral ist für Röhle die Frage, ob diese Initiative geeignet ist, EU-Bürger dazu zu bewegen, im Rahmen ergänzender Altersvorsorge verstärkt anzusparen. Röhle zeigte sich auf der Tagung davon nicht überzeugt, vielmehr sah er Raum für eine weitere Fragmentierung der Altersvorsorge vor allem in Mitgliedsstaaten wie Deutschland, in denen ohnehin drei ausgeprägte Säulen bestehen. PEPP soll jedenfalls neben den nationalen Rechtsrahmen der betrieblichen Altersvorsorge stehen.
 
Bestehende Säulen zu stärken, wäre besser
 
Röhle sprach sich vor allem für weitere Bestrebungen zur Stärkung der bestehenden Säulen, Elemente und Produkte aus. Er könne den Mehrwert von PEPP nicht sehen beziehungsweise keinen Bedarf für eine derartige europäische Standardisierung erkennen, da die Nationalstaaten im Rahmen Ihrer Kompetenzen die steuerlichen Vergünstigungen etwa im Rahmen der Riesterrente auf solche grenzüberschreitenden Produkte anwenden können. Außerdem sei ein starker Fokus auf den Bereich der Ansparphase gelegt worden, weshalb im Rahmen der Produktwahl die Frage zu stellen sei, ob bei PEPP tatsächlich von einem Altersvorsorgeprodukt oder doch eher von einem Sparprodukt zu sprechen sei, da die Elemente der Auszahlungsphase noch nicht verstärkt dargestellt seien.
 
Unausgwogener Entwurf - ohne Pepp
 
Das Diskussionspapier sei noch nicht austariert, zum einen im Hinblick auf das zuständige Autorisierungsregime, zum anderen in Bezug auf das Design von PEPP zur Investmentstrategie. Hier gehe es um Fragen des langfristigen Anlagehorizontes und entsprechender Duration, verbunden mit dem Ziel, eine bessere Rendite zu erreichen. Interessant an der Konstruktion ist die Tatsache, dass die Spezifikationen von PEPP eine individuelle Mitgliedschaft vorsehen. Eingezahlte Beiträge sollen individuell zugeordnet werden. Brüssel hat sich für Bereiche der Kapitaldeckung und für limitierte Entnahme von Kapital entschieden. PEPP muss daher der privaten Pensionsvorsorge zugeordnet werden. Möglich soll die Einräumung von Garantien sein wie etwa einer Mindestertragsgarantie. EIOPA spricht sich bei der Einräumung von Garantien klar für robuste Solvenzanforderungen aus. EIOPA-Chairman Bernadino sieht PEPP dem DC-(defined contribution)-Bereich zugeordnet. (ip/kb)
 
-------------------
 
Über aba:
 
Die aba ist der deutsche Fachverband für alle Fragen der betrieblichen Altersversorgung in der Privatwirtschaft und dem Öffentlichen Dienst. Sie versteht sich als parteipolitisch neutral und setzt sich unabhängig vom jeweiligen Durchführungsweg für den Bestand und Ausbau der betrieblichen Altersversorgung ein.
 
twitterlinkedInXING

News

 Schliessen