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A-Shares profitieren von günstiger Bewertung, strukturellem Wachstum

Eine robuste Konjunktur und strukturelles Wachstum werden die Gewinne chinesischer Unternehmen im Jahr des Büffels weiter beflügeln und eine Vielzahl attraktiver Anlagechancen bieten. Davon ist Nicholas Yeo, Head of Equities China bei Aberdeen Standard Investments und Fondsmanager, überzeugt.

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Nicholas Yeo, Head of Equities China bei Aberdeen Standard Investments und Fondsmanager des Aberdeen Standard China A Share Equity Fund
© Aberdeen Standard Investments

Nicholas Yeo ist Head of Equities China bei Aberdeen Standard Investments und Fondsmanager des gerade erst erneut mit dem Scope-Spitzenrating ausgezeichneten Aberdeen Standard China A Share Equity Fund. Seiner Ansicht nach dürfte Chinas Erholung vom Corona-Schock in Verbindung mit anhaltendem strukturellem Wachstum die Gewinne heimischer Unternehmen im Jahr des Büffels in die Höhe treiben – ganz im Sinne der diesem Tier zugeschriebenen Eigenschaften. Zur Erinnerung: Der Büffel ist im chinesischen Tierkreis das Symbol für das am 12. Februar beginnende neue chinesische Jahr. In der chinesischen Kultur wird er für seine Stärke und seine Ausdauer verehrt. „Ähnliche Merkmale kennzeichnen auch Chinas Wirtschaft und verhelfen den produktiven Firmen im Land zu Wachstum – zum Nutzen ihrer Anleger", sagt Yeo.

MSCI China A Onshore Index 2020 um mehr als 40 Prozent gestiegen
In dieser Rallye spiegle sich die Widerstandsfähigkeit der Gewinne inländischer Unternehmen wider, nachdem China seine Wirtschaft nach den Lockdowns schnell wieder hochgefahren hatte. Sie unterstreiche zudem die positiven Gewinnaussichten für das laufende vor uns liegende Jahr. Diese wirtschaftliche Stärke finde ihren Widerhall am chinesischen A-Aktienmarkt, an dem sich immer mehr Anleger engagieren und damit die Angst vor einer Blase ähnlich wie 2015 steigt. Chinesische Privatanleger beteiligen sich ebenfalls stärker am Aktienmarkt, was auch für globale Anleger gilt, die über das Stock-Connect-Programm A-Aktien kaufen.

Weiteres Aufwärtspotential vorhanden
„Mit einem, auf Basis der Gewinnprognose für 2021, Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17 liegt der MSCI China A Onshore Index zwar über seinem langjährigen Durchschnitt,  bleibt jedoch basierend auf dem Kurs-Buchwert-Verhältnis um 40 Prozent hinter dem S&P500 zurück und ist bezogen auf das KGV 23 Prozent günstiger als sein Pendant aus den USA,“ betont Yeo. Diese Bewertungsniveaus erschienen zudem valide angesichts von deutlich im zweistelligen Bereich liegenden Konsensprognosen zum Gewinnwachstum der Unternehmen im MSCI China A Onshore Index für 2021.

Wachstumsdynamik sollte 2021 nachlassen
In diesem Jahr dürfe sich die Wachstumsdynamik nach der raschen Erholung Chinas im letzten Jahr verlangsamen. Nach den offiziellen BIP-Zahlen befindet sie sich bereits wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Dennoch ist der Experte für chinesische Aktien zuversichtlich:  „Auch wenn Anleger mit einem Nachlassen der haushaltspolitischen Unterstützung rechnen sollten, bedeutet dies nicht, dass sich das Wachstum deutlich verlangsamen wird, sondern lediglich, dass sich die Finanzierungsbedingungen von entgegenkommend auf neutral abschwächen. Unser Research Institute jedenfalls erwartet für 2021 ein hohes einstelliges BIP-Wachstum im Reich der Mitte.“

Große Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren
Investoren sollten darauf ein Auge haben. Künftig werde der Konsum der wichtigste Indikator zur Beurteilung der chinesischen Wirtschaft sein. Über Qualitätsaktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter und Basiskonsumgüter könnten Anleger von Chinas strukturellem Wachstum profitieren. Covid-19 habe einige Konsumgewohnheiten dauerhaft verändert. Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein, was Bereichen wie Online-Handel und digitale Gesundheitsversorgung zugutekommt. Ein weiterer Bereich, in dem Anleger mit Wachstum rechnen könnten, seien saubere Energien, da China sich verpflichtet hat, bis 2060 klimaneutral zu werden. „Der Übergang zu einer CO2-neutralen Wirtschaft erfordert gigantische Investitionen in Unternehmen, die erneuerbare Energien, Batterien, Elektrofahrzeuge und die dazugehörige Infrastruktur bereitstellen,“ so Yeo.

Chinesische Firmen weltweit führend in der Lieferkette für erneuerbare Energien
Chinas Windturbinenhersteller haben einen globalen Marktanteil von 26 Prozent und seine Batteriehersteller von 78 Prozent. Außerdem produziert das Reich der Mitte 91 Prozent der Silizium-Wafer, die zur Nutzung von Solarenergie benötigt werden. Nicholas Yeo empfiehlt aber sich dabei zu fokussieren: „Unseres Erachtens sollten sich Anleger auf Anlagenbauer und Zulieferer innerhalb dieser Wertschöpfungskette konzentrieren.“ Vor allem chinesische Provinzen und Städte werden Aufträge für Anlagen zur Gewinnung von Wind- und Solarenergie sowie für die dazugehörigen Batterien vergeben. Einige erneuerbare Energien haben inzwischen Netzparität erreicht, d.h. ihre Produktionskosten entsprechen denen von fossilen Brennstoffen. Spannende Anlagemöglichkeiten sieht Yeo auch in der Elektrifizierung des Transportwesens, insbesondere bei Herstellern von Batterien für Straßenfahrzeuge. Gleiches gelte für Unternehmen, die China dabei helfen, sein nationales Stromnetz so aufzurüsten, dass es mit dem erwarteten Wachstum der Wind- und Solarenergie Schritt halten kann.

Fazit
„Unter dem Strich müssen Anleger sorgfältig abwägen, in welchen Bereichen sie in diesem Jahr ihr Kapital einsetzen und um welche sie besser einen Bogen machen sollten. Aber da nicht nur die Belastbarkeit von Chinas Wirtschaft an einen Büffel erinnert, dürfte es ihnen an attraktiven Wachstumsanlagen nicht mangeln,“ fasst Nicholas Yeo seinen Ausblick zusammen. (kb)

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