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A: Diese Versicherer können die größten Risiken stemmen

Die Finanzstabilität österreichischer Versicherer ist sehr gut, zeigt eine Analyse. EY hat die Unternehmen mit dem höchsten Risiko-Puffer ermittelt.

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Die heimischen Versicherer haben doppelt so hohe Risikopuffer, wie vorgeschrieben. Im Folgenden sehen Sie die Unternehmen mit den höchsten Solvabilitätsquoten – einfach weiterklicken!
© Archiv

Österreichs Versicherer können laut einer Studie unerwartete Ereignisse sehr gut abfedern. "Alle heimischen Versicherer verfügen über genügend Kapitalreserven, um Negativszenarien zu überstehen, die statistisch einmal alle 200 Jahre vorkommen oder in zwölf Monaten eine von 200 Versicherungen treffen können", sagt Rainer Kaufmann, Leiter Actuarial Services bei EY Österreich. Mit einer durchschnittlichen Solvabilitätsquote von 258 Prozent übertreffen sie die gesetzlichen Vorgaben (100 Prozent) deutlich. Auch international würden sie damit überdurchschnittlich abschneiden, so Kaufmann.

Die Quote berechnet sich aus dem Verhältnis von verfügbaren Eigenmitteln zu erforderlichem Risikokapital. Letzteres ist das Kapital, das gemäß Solvency II benötigt wird, um einen Ausfall abzufedern, der im nächsten Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,5 Prozent eintritt. An der Berechnung der Quote und ihrer Aussagekraft gibt es viel Kritik. Dementsprechend sollte sie nur ein Anhaltspunkt sein. Selbst Quoten von unter 100 Prozent deuten nicht auf Liquiditätsprobleme hin, sie spiegeln lediglich eine verringerte Risikotragfähigkeit wider. Nichts desto trotz sieht man an den Aktienkursbewegungen immer wieder, dass die Kennzahl von Investoren beachtet wird.


Save the Date: Insurance Day 2019
Professionelle Marktteilnehmer aus der Versicherungsbranche sollten sich unbedingt den 10. September 2019 vormerken. Dann an diesem Dienstag findet der gemeinsam von „Institutional Money“ und dem „Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO)“ organisierte Insurance Day unter dem Motto „Asset Management unter Solvency II“ im Wiener Hotel „Park Hyatt Wien“ statt.

Die Kongressbesucher erwarten in Summe sieben Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Zu den Referenten zählen Dr. Daniel Stelter, Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Forums beyond the obvious, der über die drohende Eiszeit in der Wirtschaft spricht, und Prof. Dr. Hato Schmeiser, Inhaber desLehrstuhls für Risikomanagement und Versicherungswirtschaft und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen, der einen Vortrag mit dem Thema "Welchen Einfluss übt Solvency II auf die Asset Allokation von Versicherern aus?" halten wird.

Die weiteren bekannten und hochrangigen Referenten kommen u.a von der Finanzmarktaufsicht und von großen internationalen Finanzadressen.

Neugierig geworden, wer genau zu welchen Themen vortragen wird?
Mehr Details inklusive eine Anmeldemöglichkeit finden Sie HIER.

Die Anmeldung ist bis 8. September 2019 möglich.


Lebensversicherer an der Spitze
Am höchsten ist die durchschnittliche Quote mit 263 Prozent bei Lebensversicherungen. Nicht-Lebensversicherer haben eine Quote von 260 Prozent. Kompositversicherer (Schaden, Unfall und Leben) weisen durchschnittlich eine Solvabilitätsquote von 247 Prozent auf. Jedoch gibt es zum Teil immense Unterschiede zwischen den einzelnen Versicherungsunternehmen, wie EY schreibt: Zwischen dem Anbieter mit dem höchsten und jenem mit dem geringsten Kapitalpuffer liegen demnach rund 247 Prozentpunkte. Oben sehen Sie, welche Anbieter auf den Top-Plätzen liegen.  

Alle Versicherer in Europa mussten heuer zum dritten Mal auf der Grundlage der 2009 verabschiedeten Solvency ll-Richtlinie einen jährlichen Bericht über ihre Finanzlage und Risiken veröffentlichen. Für die Österreich-Analyse hat EY 34 durch die Finanzmarktaufsicht beaufsichtigte Versicherer untersucht. Auch EY-Experte Kaufmann warnt vor einer Überinterpretation der Kennzahl. Es habe sich gezeigt, dass die Solvency II-Kennzahlen kurzfristig stark schwanken können. "Die Versicherer haben Bewertungsspielräume, um unternehmensspezifische Besonderheiten abzubilden. Manche Unternehmen verwenden anstatt des Standardmodells von Solvency II deshalb auch interne Modelle, die das individuelle Risikoprofil genauer abbilden. Dieser Umstand manifestiert sich in tendenziell höheren Solvenzquoten", so Kaufmann. (eml)

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