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ZEW-Konjunkturerwartungen mit kräftigem Anstieg

Die Konjunkturerwartungen der deutschen Wirtschaft steigen im Juli deutlich. Der ZEW-Indikator liegt jetzt bei plus 26,3 Punkten – und steigt um 15,8 Punkte stark an.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen verzeichnen im Juli einen kräftigen Anstieg, nachdem sie im Juni erstmals nach Monaten wieder ins Positive gedreht hatten. 
Die ZEW-Konjunkturerwartungen verzeichnen im Juli einen kräftigen Anstieg, nachdem sie im Juni erstmals nach Monaten wieder ins Positive gedreht hatten. © AdobeStock

Eckpunkte:

  • ZEW-Konjunkturerwartungen steigen um 15,8 Punkte auf 26,3 Punkte, von 10,5 Punkten im Juni
  • Auch die aktuelle konjunkturelle Lage wird positiv eingeschätzt
  • Lageindikator für Deutschland steigt nur leicht

Das ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim (ZEW) hat erneut seinen montalichen Index zu den Konjunkturerwartungen vorgelegt. Er basiert auf einer seit 1991 durchgeführten Umfrage unter etwa 350 Finanzanalysten aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen. Aus den Erwartungen der Finanzmarktexperten zur Entwicklung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland werden die „ZEW-Konjunkturerwartungen“ berechnet.

Im Juli steigen die Erwartungen der Finanzmarktexperten demnach erneut kräftig an, nachdem sie im Juni nach Monaten erstmals wieder in den positiven Bereich gedreht hatten.
Der ZEW-Index steigt um 15,8 Punkte stark an und beträgt nun plus 26,3 Punkte. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage erfährt ebenfalls einen Anstieg, wenn auch in einem geringeren Ausmaß. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit minus 77,6 Punkten um plus 3,4 Punkte über dem Vormonatswert.

Iran-Konflikt und Ölpreis zentrale Unsicherheitsfaktoren
ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach kommentiert laut Mitteilung die Ergebnisse: „Die Erwartungen hellen sich im Juli weiter auf. Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen. Insbesondere die exportorientierten Sektoren, sowie die Binnennachfrage verzeichnen stabile Zuwächse. Die Entwicklung des Iran-Konflikts und des Ölpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands.“

Maschinenbau und privater Konsum besser
Die meisten Branchen verzeichnen eine Verbesserung im Juli. Insbesondere hellen sich die Aussichten für den Maschinenbau und den privaten Konsum um jeweils plus 14,5 bzw. plus 14,7 Punkte auf. Auch die Chemie- und Pharmaindustrie, sowie die Metallindustrie verzeichnen stabile Zuwächse im Juli, verbleiben aber eindeutig im negativen Bereich.

Baubranche verbessert sich um 12,7 Punkte
Im Gegensatz zur Juni-Entwicklung verbessert sich der Saldo der Baubranche um 12,7 Punkte und nähert sich der Null-Linie. Dagegen verzeichnet die Fahrzeugindustrie ein Minus von 46,6 Punkten (minus 11,3 Punkte gegenüber dem Vormonat).

Aussichten für Eurozone verbessern sich, Lage weiter negativ
Die Erwartungen für die Eurozone steigen im Juli. Der Index liegt mit einem Saldo von 23,4 Punkten um 13,9 Punkte höher als im Juni. Die Bewertung der Lage bleibt negativ, verbessert sich aber um 5,7 Punkte. Diese liegt bei minus 37,7 Punkten. (de)

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