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| Theorie

Wo wollen institutionelle Immobilienanleger investieren?

Eine Umfrage von Universal-Investment zeigt auf, in welche Immobiliensegmente Institutionelle allokieren wollen und welche Renditen erwartet werden. Eines vorweg: Die Erwartungen an die Cashflow-Rendite gehen weiter zurück.

Nach der von Universal-Investment durchgeführten fünften Jahresumfrage zum Verhalten institutioneller Anleger wollen viele Befragte verstärkt im europäischen Ausland und nach wie vor in Deutschland investieren. Nordamerika bleibt hingegen weiterhin stabil, Asien/Pazifik verliert in der Gunst der Anleger. Bei den Immobiliennutzungsarten schwächen sich Büroimmobilien weiter ab während Hotels mit Blick auf Neuinvestitionen deutlich zulegen. Die Erwartung an die laufende Cashflow-Rendite geht weiter zurück. An der Umfrage haben sich institutionelle Investoren mit einem verwalteten Gesamtvermögen von rund 60,5 Milliarden Euro beteiligt. Das Immobilienkapital der Befragten liegt bei rund 5,1 Milliarden Euro.

Detaillierte Umfrageergebnisse zu den Anlageregionen, Nutzungsarten sowie Renditen finden Sie in einer kleinen Bildergalerie oben.

Immobilienspezialfonds und Masterfonds sind die Favoriten
Bei der Wahl des geeigneten Vehikels stehen weiter die Immobilienspezialfonds nach KAGB im Fokus. "Der unangefochtene Spitzenreiter soll für 62,5 Prozent der Befragten das Vehikel künftiger Investitionen sein", betont Universal-Investment.

Der deutsche Immobilienspezialfonds setzt sich damit noch stärker gegenüber dem Luxemburger Pendant durch. Der große Gewinner sind die Masterfonds. In dieses Vehikel sollen 37,5 Prozent der neuen Mittel fließen. „Der starke Trend hin zu Master-KVGs hält weiter an, bereits heute wird bei rund einem Viertel des Spezialfondsvolumens das Asset Management ausgelagert. Auch unter den drei größten Immobilienfondsmanagern für institutionelle Anleger befinden sich inzwischen gleich zwei Master-Kapitalverwaltungsgesellschaften“, erklärt Alexander Tannenbaum, der als Geschäftsführer das Immobiliengeschäft von Universal-Investment verantwortet.

Das Potenzial für Master-KVGs im Immobilienbereich ist groß, bei Wertpapier-Spezialfonds werden aktuell rund 70 Prozent nach dem Masterfonds-Prinzip gesteuert.

Co-Investments erstmals Teil der Befragujng
Gefragt wurde erstmals auch nach der Form der Anlage mit Blick auf eventuell gemeinsame Investitionen mit anderen institutionellen Partnern. Doch rund 70 Prozent der Anleger ziehen einen Individualfonds vor. Nur 30 Prozent präferieren einen Gemeinschaftsfonds. Mit Blick auf den Fremdfinanzierungsanteil wurde auch nach geplanten Veränderungen in diesem Bereich gefragt. Doch rund 70 Prozent wollen den Anteil unverändert lassen, 10 Prozent wollen ihn erhöhen und 20 Prozent wollen ihn absenken.

Immobilienanteil soll weiter steigen, Reporting-Art ist wichtig
Nicht ganz überraschend ist der Trend für den geplanten weiteren Anstieg des Immobilienanteils. Er soll von 13 auf 13,2 Prozent steigen. Von den für Neuanlagen geplanten Geldern sollen 70 Prozent in Fondsanlagen fließen und rund 30 Prozent in direkte Immobilienanlagen.

Erstmals gefragt wurden institutionelle Anleger nach ihren Reporting-Präferenzen: Hier wünschten sich die Befragten vor allem eine zumindest grundlegende Reporting-Standardisierung, quartalsweise IRR-Angaben für Unterinvestments wie in Zielfonds und detaillierte Informationen zu den einzelnen Renditebestandteilen. (aa)

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