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Was Sie von den zehn größten Investmentgenies der Welt lernen können

Prinzipienfestigkeit ist eine der vornehmsten Tugenden erfolgreicher Anleger. Doch welche Leitsätze haben sich langfristig bewährt? Scalable stellt zehn Großmeister der Finanzmärkte vor und erklärt ihre wichtigsten Botschaften.

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3. John Bogle – der Nachahmer
Kopiere einfach den Index – mit diesem Rezept hat John Bogle die Finanzbranche revolutioniert. Vor 40 Jahren legte er den ersten Indexfonds auf, mit seiner Investmentgesellschaft Vanguard. Ein Indexfonds baut ein Börsenbarometer wie den Dax oder den S&P 500 nach. Heute sind diese Fonds unter dem Kürzel ETF bekannt und ein Kassenschlager: Rund drei Billionen US-Dollar stecken weltweit in den Papieren – Tendenz steigend.

"Suche nicht die Nadel im Heuhaufen, kaufe einfach den Heuhaufen."

Es brauchte eine Menge Sturheit, um den Indexfonds zu diesem Erfolg zu verhelfen. Und die bringt der inzwischen 87-jährige Bogle zweifellos mit. In Interviews und Artikeln wettert er gegen die Investmentbranche, die seiner Ansicht nach vor allem die eigenen Taschen füllt, anstatt das Geld ihrer Kunden zu vermehren. Konkret wirft er den Geldmanagern vor, dass sie den Anlegern viel zu hohe Gebühren abknöpfen – mit der fadenscheinigen Begründung, sie würden dafür stets die aussichtsreichsten Aktien im Portfolio haben. "Hexenwerk", nennt Bogle das.

Zahlreiche Studien geben ihm recht. Der Indexanbieter S&P Dow Jones hat dieses Jahr 25.000 aktiv gemanagte Fonds aus Europa unter die Lupe genommen. 86 Prozent dieser Fonds schafften es über einen Zeitraum von zehn Jahren nicht, den Vergleichsindex zu schlagen. Bei US-Aktien-, Schwellenländer- und weltweit anlegenden Fonds fällt die Bilanz noch katastrophaler aus: Hier bleiben zwischen 97 und 99 Prozent hinter dem Index zurück. Bogle zieht den Schluss, dass es nichts bringt, die Nadel (sprich: Aktie) im Heuhaufen (sprich: Index) zu suchen, wie es aktive Fondsmanager tun. Man sollte besser den gesamten Haufen kaufen, also passiv investieren.
© Bloomberg

Börsenkurse lassen sich nicht vorhersagen. Geahnt hat das schon der berühmte Physiker Isaac Newton. 1720 hat er sich in einer der größten Spekulationsblasen der Geschichte mit Aktien der South Sea Company verspekuliert und 20.000 Pfund verloren. Sein Fazit: "Ich kann zwar die Bahnen der Himmelskörper berechnen, nicht aber, wohin eine verrückte Menschenmenge die Kurse treibt."

Solche Aussagen sollten sich auch professionelle Marktteilnehmer immer wieder vor Augen führen, bevor sie Investmentscheidungen treffen. Seit Newton haben auch unzählige Profi-Investoren tief ins komplexe Räderwerk der Kapitalmärkte geblickt und ihre Erkenntnisse weitergegeben.

Der deutsche Online-Vermögensverwalter Scalable stellt auf seiner Website zehn Großmeister der Börse und ihre wichtigsten Botschaften vor – klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke oben. (mb)

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