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Warren Buffetts aktueller Brief zeigt, wie Rückkäufe Investoren nützen

Buybacks helfen Investoren dabei, Positionen in erstklassigen Unternehmen aufzubauen. Wer Berkshire Hathaway Aktien besitzt, der profitiert gleich doppelt, merkte der Altmeister in seinem aktuellen Brief an die Aktionäre anlässlich des Jahresberichts an.

Warren Buffett
Warren Buffet, der Altmeister derwerthaltigen Geldanlage, in seinem Element
© Scott Eells / Bloomberg

In seinem Brief an die Anleger von Berkshire Hathaway erläutert Warren Buffett den Lesern ausführlich die Vorteile von Aktienrückkäufen. Viele Investoren, so Buffett, übersähen die Auswirkungen, die Aktienrückkäufe auf ihre Investitionen hätten. Erst wenn man sich wirklich mit den Daten beschäftigte, um zu verstehen, wie Rückkäufe die Investition in ein Unternehmen und den Anspruch auf die zugrunde liegenden Erträge erhöhen könnten, würden die Vorzüge dieses Ansatzes deutlich.

Auch Kleinvieh macht Mist
Das Orakel von Omaha stellt in seinem Brief fest, dass die Rückkäufe von Apple im vergangenen Jahr die Beteiligung von Berkshire an dem Unternehmen von 5,39 Prozent im Vorjahr auf 5,55 Prozent erhöht hat. Das mag nach "kleinen Kartoffeln" klingen, wie es der Altmeister ausdrückt, aber jede 0,1 Prozent der Apple-Gewinne im Jahr 2021 entspricht dem gegenwert von satten 100 Millionen US-Dollar. Dank der Buybacks des letzten Jahres stieg somit Berkshire Hathaways Anteil an den zugrunde liegenden Gewinnen des Unternehmens also um 160 Millionen US-Dollar. 

Nicht ausgeschüttete Gewinne werden für Aktienrückkäufe verwendet
Es sei wichtig zu verstehen, so Buffett weiter, dass in den US-GAAP-(United States Generally Accepted Accounting Principles)-Gewinnen, die Berkshire ausweist, nur die Dividenden von Apple berücksichtigt würden - und im vergangenen Jahr habe Apple an alle Berkshire-Eigner 785 Millionen US-Dollar gezahlt. Dennoch habe sich der Anteil an den Gewinnen von Apple auf sagenhafte 5,6 Milliarden US-Dollar belaufen. Ein großer Teil dessen, was das Unternehmen einbehalten habe, sei für den Rückkauf von Apple-Aktien verwendet worden. Dies sei ein Akt, den er begrüße. Tim Cook, der brillante CEO von Apple, würde die Nutzer von Apple-Produkten zu Recht als seine erste Liebe betrachten, aber auch alle anderen Kundengruppen profitierten von Cooks Managementfähigkeiten.

Doppelter Rückkauf: Auch Berkshire Hathaway kauft Aktien zurück
Bei dieser Gleichung geht es um mehr als nur um die Rückkäufe von Apple. Gleichzeitig hat auch Berkshire seine Aktien zurückgekauft. In den letzten zwei Jahren hat das Konglomerat rund zehn Prozent seiner ausstehenden Aktien erworben, wodurch sich der Wert des Anspruchs jedes Aktionärs auf das zugrunde liegende Unternehmen um zehn Prozent erhöht hat. Die Investoren hätten also nicht nur von den Aktienrückkäufen der Unternehmen im riesigen Aktienportfolio des Konglomerats profitiert, die ihren Anteil an den zugrunde liegenden Gewinnen erhöht hätten, sondern auch vom eigenen Buyback-Programm der Berkshire Hathaway selbst. 

Kumulierende Verzinsungsmaschinerie
Buffett erläuterte dieses Prinzip schon in seinem Vorjahresbrief. Der Guru wies darauf hin, dass das Unternehmen, als es den Kauf von Apple im Juli 2018 abgeschlossen hatte, 5,2 Prozent  des Unternehmens besaß. Bis Ende 2020 hatte sich der Anteil auf 5,4 Prozent erhöht. Dort fuhr Buffett wie folgt fort: "Diese Erhöhung war für uns kostenlos und kam zustande, weil Apple kontinuierlich seine Aktien zurückgekauft hat, wodurch die Anzahl der jetzt ausstehenden Aktien erheblich gesunken ist. Aber das ist noch lange nicht alles an guten Nachrichten. Da wir in den zweieinhalb Jahren auch Berkshire-Aktien zurückgekauft haben, besitzen Sie jetzt indirekt volle zehn Prozent mehr an Apples Vermögen und künftigen Gewinnen als im Juli 2018."

Eigentlich nicht neu, aber wichtig zu verstehen
Wie Buffett in seinem vorjährigen Brief erläuterte, rechne sich der Aktienrückkauf langsam, aber er könne "mit der Zeit mächtig sein." Die Vorteile seien nicht sofort ersichtlich, aber dieser Prozess könne Investoren helfen, einen immer größer werdenden Anteil an einem außergewöhnlichen Unternehmen zu besitzen, ohne selbst zusätzliches Kapital einsetzen zu müssen. In Zeiten, in denen es nur wenige andere Möglichkeiten auf dem Markt gebe, könnten Rückkäufe Werte für die Aktionäre schaffen und den Unternehmen eine Möglichkeit bieten, Kapital einzusetzen und attraktive Renditen zu erzielen. (kb)

 

 

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