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Verdreifachung: Immer mehr Großanleger berücksichtigen Klimarisiken

Die Zahl der europäischen Pensionskassen, die Investitionsrisiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel berücksichtigen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Das und vieles mehr zeigt eine jüngst von Mercer veröffentlichte Studie, bei der die Deutschen sogar „Europameister“ sind.

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Herwig Kinzler, CIO von Mercer Deutschland
© Mercer

Der Trend, dass institutionelle Investoren bei ihren Investmententscheidungen auch ESG-Kriterien mitberücksichtigen, nimmt weiter stark zu. Wie die aktuelle, 16. Ausgabe des „Mercer Asset Allocation Survey 2018“ zeigt, berücksichtigen mittlerweile 17 Prozent aller europäischen Pensionsfonds jene Investmentrisiken, die der Klimawechsel mit sich bringt. Zum Vergleich: Bei der Vorjahresumfrage betrug dieser Wert fünf Prozent, bei der 2016er-Befragung lediglich vier Prozent.

An der jüngsten Mercer-Umfrage nahmen 912 professionelle Marktteilnehmer teil, die rund 1,1 Billionen Euro verwalten.

Neben den vom Klimawandel ausgehenden Risiken untersuchte Mercer auch die Treiber für eine ESG-Integration, aber auch verwandte RSI-Themen wie Investor Stewardship, aktive Eigentümerrechte (active ownership rights).

Deutsche sind Europameister
Natürlich wurden wie immer auch klassische Fragen nach Allokation gestellt, wobei der Blick in die Portfolios deutscher Institutioneller wie immer von besonderem Interesse hierzulande ist. Vor allem, was den Bereich „Alternatives“ angeht. „Regulierte deutsche Investoren brauchen keine Aktien mehr, denn sie sind Europameister bei der Nutzung alternativer Ertragsquellen!“, erklärte Herwig Kinzler, CIO von Mercer Deutschland, um anzufügen: „Mit 27 Prozent der Assets in sogenannten Alternatives, wie Privatmarktanlagen, höher rentierlichen Renten oder flexiblen Absolute Return Mandaten sowie zusätzlichen zwölf Prozent in Immobilien wird die geringe Allokation in Aktien von nur ca. zwölf Prozent mehr als ausgeglichen. Deutsche CTAs hingegen führen mit einer Investitionsquote von  40 Prozent in Aktien zusammen mit belgischen Pensionsplänen die Rangliste der Aktieninvestoren in Europa an.“ (aa)

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