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Theorie

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US-Wahlzyklus: Zwischenwahljahre neigen jetzt zur Schwäche

Joe Biden wurde 2020 zum US-Präsidenten gewählt. Wegen dieser Wahl folgt aus zyklischer Sicht ein typischer Verlauf für das aktuelle Jahr, meint man bei Seasonax. Der Wahlzyklus differenziere sich nämlich nicht, wie man glauben könnte, nach der Partei, sondern nach dem Jahr der Präsidentschaft.

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Dimitri Speck, Head Analyst und Gründer von Seasonax
 
© Seasonax

"Der Verlauf der Aktienmärkte ist nicht so sehr davon abhängig, ob ein Republikaner oder Demokrat Präsident wird. Der Wahlzyklus – er wird auch Vierjahreszyklus genannt – differenziert nämlich nicht nach der Partei, sondern nach dem Jahr der Präsidentschaft.  In den vergangenen 125 Jahren stieg der Dow Jones Index durchschnittlich 5,4 Prozent, wenn es sich um ein Präsidentenwahljahr handelte. In den Vorwahljahren schnitt er mit 8,5 Prozent sogar noch besser ab", weiß Dimitri Speck, Mitgründer und Geschäftsführer der auf Saisonalität in all ihren Facetten spezialisierten Investment-Boutique Seasonax. "In den Nachwahljahren waren es hingegen lediglich 4,7 Prozent. In den darauffolgenden Zwischenwahljahren lag der Zugewinn nur bei 0,8 Prozent. Und 2022 ist ein solches Zwischenwahljahr!".

Gründe des Präsidentenwahlzyklus
Wieso sind die beiden Jahre nach der Wahl kraftlose, die beiden vor der Wahl hingegen recht gute Börsenjahre? Die Gründe liegen nahe: Präsidenten wollen wiedergewählt werden beziehungsweise wünschen sich einen Nachfolger aus ihrer Partei. Sie bemühen sich deshalb vor der Wahl, die Wirtschaft anzukurbeln und die Wähler positiv zu stimmen. Dazu zählen etwa durch Deficit-Spending finanzierte Maßnahmen. Aber auch die (nicht völlig unabhängige) Notenbank scheint durch ihre Geldpolitik den jeweils amtierenden Präsidenten zu unterstützen.

Vierjahreszyklen ab 1900
Der nachfolgende Chart stellt den gesamten Vierjahreszyklus ab 1900 dar. Er zeigt den durchschnittlichen Vierjahresverlauf des Dow Jones über gut hundert Jahre. Dadurch kann man die Entwicklungen auch innerhalb des Jahres genau betrachten. Die Skala rechts weist den prozentualen Gewinn aus. Oberhalb von „Election“ ist somit der durchschnittliche Verlauf aller Wahljahre dargestellt, oberhalb von „Post-Elect“ der aller Nachwahljahre, oberhalb von „Midterm“ der aller Zwischenwahljahre, und oberhalb von „Pre-Election“ der aller Vorwahljahre. Die Skala unten zeigt das Jahr im Vierjahreszyklus.

Mittlerer Verlauf des DJIA im 4-Jahreszyklus abhängig von der US-Präsidentschaftswahl
Die Wahlen beeinflussen die Kurse.

Links das Wahljahr und ganz rechts das Vorwahljahr waren, wie bereits erwähnt, gute Börsenjahre. Die beiden mittleren Jahre des Charts, also das Nachwahljahr und das Zwischenwahljahr, brachten den Anlegern hingegen kaum Gewinne. 

Quelle: Seasonax

Zwischenwahljahr unter der Lupe
Der nächste Chart zeigt den durchschnittlichen Verlauf nur der Zwischenwahljahre. Er ist gewissermaßen die Vergrößerung des dritten Viertels des ersten Charts.

Mittlerer Verlauf des Dow Jones im Zwischenwahljahr
Ab Mitte April neigen die Kurse zur Schwäche.

Quelle: Seasonax

"Deutlich erkennt man die Abschwächung ab Mitte April – sozusagen ein vorgezogenes „Sell in Mai and go Away“. Dafür erfolgt auch der Anstieg bereits wieder früher, nämlich Ende September im Vergleich zum „normalen“ Jahr Ende Oktober. Insgesamt weist das Zwischenwahljahr eine Seitwärtstendenz auf", analysiert Speck.

Auch im Zwischenwahljahr gibt es gute Chancen
Das gilt allerdings nur für den Gesamtmarkt. Viele einzelne Werte und Sektoren weichen vom Index-Verlauf ab und bieten auch in schwierigen Zeiten gute Chancen. Das zeigt, wie wichtig es ist, die Saisonalität auch auf Einzelwertebene zu betrachten. (kb)

 

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