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Umfrage: Investoren haben wieder mehr Vertrauen in Krypto-Regulierung

Wealth Manager und Investoren sehen die Regulierung des Kryptomarkts wieder positiver. Das zeigt eine Umfrage von Nickel Digital Asset Management. Dennoch bleibt die Sorge vor neuen Skandalen à la FTX hoch: Mehr als jeder fünfte Befragte sieht sogar eine wachsende Gefahr durch „bad actors“.

Anatoly Crachilov, Nickel Digital Asset Management: "Investoren gewinnen zunehmend Sicherheit durch die Entwicklung robuster Regeln weltweit." 
Anatoly Crachilov, Nickel Digital Asset Management: "Investoren gewinnen zunehmend Sicherheit durch die Entwicklung robuster Regeln weltweit." © Nickel Digital Asset Management

Eckpunkte:

  • Alle Befragten sehen Regulierer auf Kurs zu strengeren Krypto-Regeln
  • Zwei Drittel glauben, das Risiko eines neuen „FTX-Moments“ sei gesunken
  • Über ein Fünftel sieht aber wachsende Gefahren durch problematische Marktteilnehmer

Die Stimmung institutioneller Investoren gegenüber Kryptowährungen hellt sich offenbar weiter auf – zumindest mit Blick auf die Regulierung. Laut einer Umfrage des Londoner Krypto-Asset-Managers Nickel Digital Asset Management gehen professionelle Anleger weltweit davon aus, dass Aufsichtsbehörden den Markt für digitale Assets künftig deutlich strenger überwachen werden.

Für die Studie wurden 260 institutionelle Investoren und Wealth Manager aus den USA, Großbritannien, Deutschland, der Schweiz, Singapur, Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten befragt. Die Teilnehmer verwalten laut Nickel gemeinsam rund 14 Billionen US-Dollar.

Demnach glauben 35 Prozent der Befragten, dass die Regulierer „sehr entschlossen“ seien, robuste Regeln für den Kryptosektor zu etablieren. Weitere 65 Prozent halten die Behörden zumindest für „ziemlich entschlossen“. Damit erwartet praktisch die gesamte Stichprobe eine Verschärfung der Regulierung.

FTX wirkt weiter nach
Trotz des gestiegenen Vertrauens in regulatorische Fortschritte bleibt die Skepsis gegenüber dem Sektor jedoch bestehen. Laut Umfrage glauben zwar 68 Prozent der Teilnehmer, dass das Risiko eines neuen FTX-ähnlichen Skandals gesunken sei. Allerdings sehen 22 Prozent das Risiko durch „bad actors“ im Kryptomarkt inzwischen sogar größer als zuvor.

Nickel-Digital-CEO Anatoly Crachilov sieht darin eine Folge der Branchenhistorie: „Regulierer haben das Vertrauen in den Sektor gestärkt, und Investoren gewinnen zunehmend Sicherheit durch die Entwicklung robuster Regeln weltweit“, sagte er. Gleichzeitig habe das „Erbe früherer Zusammenbrüche“ gezeigt, dass Wachsamkeit, Transparenz und institutionelle Risikokontrollen weiterhin essenziell seien. Rund zehn Prozent der Befragten erklärten zudem, dass sich das Risiko problematischer Marktteilnehmer trotz regulatorischer Maßnahmen nicht verändert habe.

Die Studie schloss auch Investoren ein, die bislang noch nicht in digitale Assets investiert sind. Von den 260 Befragten gaben laut Nickel 108 Teilnehmer an, derzeit noch kein Krypto-Exposure zu haben, jedoch innerhalb der kommenden 24 Monate einen Einstieg zu planen.

Strengere Regulierung stärkt Vertrauen
Nach den Turbulenzen rund um FTX, Celsius oder Terra Luna hatten viele professionelle Anleger zunächst Abstand vom Sektor genommen. Mit der Einführung neuer Regulierungsrahmen wie der Markets in Crypto-Assets Regulation MiCA in Europa 2024 kehrt jedoch zunehmend institutionelles Kapital zurück.

Die Zusammenbrüche von Terra Luna, Celsius und später FTX in den Jahren 2022 und 2023 gelten bis heute als Wendepunkt für den Kryptomarkt. Die Krisen führten weltweit zu strengeren regulatorischen Debatten, deutlich höheren Anforderungen an Transparenz und Risikomanagement sowie zu einer stärkeren Professionalisierung institutioneller Anbieter im Bereich digitaler Assets. (dv)

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