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Umfrage: In dieses Segment investieren Family Offices

Laut einer Erhebung von Engel & Völkers Investment Consulting (EVIC) und Famos Immobilien bleiben Family Offices Immobilien und dabei insbesondere Wohnimmobilien treu. Des Weiteren zeigt sich eine im Vergleich zu anderen institutionellen Investorengruppen erstaunlich hohe Immobilienquote.

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© Thorsten / stock.adobe.com

Immobilien, Wohnen, Deutschland – diese drei Begriffe prägen die Portfolios deutscher Family Offices. Mit 75 Prozent ist ein Großteil des Vermögens in Immobilien angelegt – vor fünf Jahren waren es nur 36 Prozent. 57 Prozent macht dabei die Assetklasse Wohnen aus. Gleichzeitig rücken aufgrund von Regulatorik, Renditeerwartungen und der Angebote am Markt zwangsläufig Impact Investments, Value-Add- und opportunistische Objekte zunehmend in den Fokus von Family Offices. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie „Immobilienvermögen in Family Offices“ von Engel & Völkers Investment Consulting (EVIC) in Zusammenarbeit mit Famos Immobilien, die von Januar bis März unter 52 Family Offices aus dem deutschsprachigen Raum durchgeführt wurde. Die Studie wurde nach 2012 und 2016 zum dritten Mal aufgelegt.

„Die Corona-Pandemie und ihre Folgen haben dazu geführt, dass wohlhabende Familien noch stärker in Wohnimmobilien investieren. Unterstützt wird dieser Trend nicht zuletzt durch die anhaltend hohe Fertigstellungsquote“, erklärt Kai Wolfram, geschäftsführender EVIC-Gesellschafter. „Weniger gefragt ist hingegen die Assetklasse Hotel, der Anteil der Direktinvestments liegt hier nur bei durchschnittlich vier Prozent. Auch das ist sicher eine Folge der Pandemie.“   

Deutschland bevorzugt
89 Prozent der Befragten geben an, dass die Assetklasse Hotel als Verlierer aus der Corona-Krise hervorgehen wird. Ebenfalls 89 Prozent sehen die Bereiche Wohnen und Logistik als Gewinner der Pandemie. Nur elf Prozent gehen davon aus, dass Corona keinerlei Auswirkungen auf das Investitionsverhalten von Family Offices haben wird.

Mit Blick auf die Zukunft planen Family Offices in den kommenden zwei Jahren neben Wohnen (79 Prozent) insbesondere in die Assetklassen Logistik, Mischnutzung (jeweils 57 Prozent) und Büro (50 Prozent) investieren zu wollen. Aber auch Pflege gewinnt an Bedeutung. Lediglich die Assetklasse Einzelhandel verzeichnet ein deutliches Minus von 13 Prozent im Vergleich zu 2021.

Deutschland ist und bleibt attraktivster Standort. Hier legen Family Offices ihr Geld zu 95 Prozent an. 2012 waren es noch 69 Prozent. Wolfram erläutert: „Die steigende Nachfrage nach Investitionen innerhalb Deutschlands ist auch das Ergebnis politisch stabiler Verhältnisse. Hinzu kommen eine solide Wirtschaftsleistung und oft auch noch Steigerungspotential bei den Mieten.“ 

Nachhaltigkeit und Value-Add-Objekte zunehmend im Fokus
Ökologische Faktoren spielen bei der Wahl des Investments eine immer bedeutendere Rolle: 77 Prozent der Family Offices geben Nachhaltigkeit (Green Building, Zertifizierung) als wichtiges Kriterium an. 92 Prozent der Befragten beziehen Impact Investments in ihre Überlegungen ein – noch spielen sie allerdings in den Portfolios der Family Offices keine ausschlaggebende Rolle.

Grundsätzlich wollen Family Offices in den kommenden zwei Jahren auch mit mehr Risikobereitschaft agieren. Bei 73 Prozent der befragten Family Offices rücken Value-Add- und Opportunistic-Objekte zunehmend in den Fokus. Im Vergleich dazu: 2016 waren es nur 24 bzw. 31 Prozent. Die Gründe liegen auf der Hand: Hier ist das Angebot breiter gestreut und die Renditeerwartung vielversprechender. (aa)

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