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UBS: Rechnet sich die Strategie „Sell in May and go away“?

Maximilian Kunkel, Chefanlagestratege Deutschland, Chief Investment Office, UBS Global Wealth Management, geht in einer aktuellen Analyse der Frage nach, ob die Börsenweisheit „Sell in May and go away, but remember to be back in September” langfristig wirklich zu einer Outperformance führt.

Maximilian Kunkel, Chefanlagestratege Deutschland, Chief Investment Office, UBS Global Wealth Management
Maximilian Kunkel, UBS Global Wealth Management
© UBS

Länger am Markt tätige Investoren werden die Börsenregel, nach der man im Mai Aktien verkaufen und erst wieder im September kaufen soll, sicherlich kennen. Ob diese ratsam ist, untersucht Maximilian Kunkel, Chefanlagestratege Deutschland, Chief Investment Office, UBS Global Wealth Management.

Seiner Messung nach waren Aktienmarktrenditen in der Vergangenheit tatsächlich niedriger während den Sommermonaten. Sie waren aber immer noch positiv. Seit 1928 lag die annualisierte Rendite des S&P 500 zwischen Mai und August bei 2,3 Prozent. „Das mag sich nach wenig anhören, macht aber langfristig für Anleger eine große Differenz“, erklärt Kunkel und stellt nachfolgende Berechnung an.

Only long is strong
Ein Anleger der 1928 100 US-Dollar in den S&P 500 investiert - und eine „Sell in May“ Strategie verfolgt hätte (also jedes Jahr aus Aktien in 3-monatige US-Staatsanleihen von Mai bis August umgeschichtet hätte), würde heute über 5.800 US-Dollar verfügen. Wäre er jedoch durchgehend im S&P 500 investiert geblieben, wäre die Anlage heute 16.000 US-Dollar, also beinahe dreimal so viel, wert. 

Timing sehr schwierig
„Natürlich kann es in einzelnen Jahren zu deutlichen Abweichungen vom Muster kommen, was die Rendite schmälern oder erhöhen könnte. Aber langfristig dürfte es sich kaum lohnen, auf diese saisonale Schwäche zu spekulieren“, räumt Kunkel ein, um folgende Empfehlung auszusprechen: „Viel sinnvoller ist es für Investoren, eine überzeugende Strategie zu verfolgen, die auf langfristige Megatrends, Diversifikation und Risikoüberwachung setzt, und diese konsequent umzusetzen." (aa)

 

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