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Taxonomie für Erdgas schadet Investitionen in Erneuerbare Energien

Nach der Entscheidung der EU-Kommission, Erdgas in die Grüne Taxonomie aufzunehmen, argumentiert eine EDHECinfra-Forschungsnotiz, dass Erdgas bereits sehr attraktive Kapitalkosten hat und diese Entscheidung ungünstige Folgen für Investitionen in erneuerbare Energien haben könnte.

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Frederic Blanc-Brude, Direktor und CEO von EDHECinfra
© EDHEC

In einem neuen Forschungsbericht mit dem Titel "The Cost of Capital of Brown Gas" zeigt das Kapitalmarktforschungsinsitut EDHECinfra, dass die Ausklammerung von Erdgas aus der Grünen Taxonomie der EU die Kapitalkosten nicht erhöhen würde und somit keine Gefahr von Unterinvestitionen in Erdgas, dem "Übergangskraftstoff" der Wahl, bestehe. Umgekehrt führe  die Aufnahme von Erdgas in die Grüne Taxonomie zu einer echten Preisverzerrung und zu einem perversen Anreiz, künftige Investitionen in Technologien für erneuerbare Energien zu begrenzen.

Erdgasinvestitionen sind ausreichend attraktiv
Ohne Kohle und mit begrenzten und den unzuverlässigen erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne ist Erdgas nun die "Stromerzeuger der letzten Instanz": Es ist eine sehr wertvolle Option, und die Kapitalkosten sollten niedrig sein. In der Tat ist dies bereits geschehen: Erdgas macht sich in Bezug auf Gewinne und Dividenden sehr gut. Die letzten fünf Jahre waren Spitzenjahre, und die Kapitalkosten dieser Gasproduzenten sind bereits auf einem historischen Tiefstand.

Investitionen in fossile Brennstoffe sind sehr gut gelaufen
Selbst während sich die erneuerbaren Energien entwickelt haben, sind Investitionen in fossile Brennstoffe sehr gut gelaufen. Ein Vergleich der Rentabilität von Kohle-, Gas- und Erneuerbare-Energien-Projekten in Europa in den letzten fünf Jahren zeigt, dass die Erneuerbare-Energien-Projekte in Europa am rentabelsten sind, dass aber auch die Rentabilität von Gaskraftwerksprojekten und von Kohlekraftwerksprojekten deutlich gestiegen ist.

Entwicklung der Energiespeicherung darf nicht gebremst werden
Frederic Blanc-Brude, Direktor und CEO von EDHECinfra, kommentierte: "Die Kapitalkosten von Gasprojekten in Europa haben sich in den letzten Jahren einem Rekordtief genähert. Es gibt also keinen Grund zu argumentieren, dass Gas "grün" sein muss, damit wir genügend Investitionen in "Übergangskraftstoffe" haben. Alles deutet darauf hin, dass Gas bereits in der Lage ist, sich das gesamte benötigte Kapital zu sichern. Umgekehrt kann man mit der Behauptung, Gas sei grün, Investitionen in erneuerbare Energien, insbesondere in die Energiespeicherung, bremsen und Gas noch wertvoller machen." (kb)

 

 

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