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Studie: So hoch sollte die Gewichtung von Private Debt sein

Eine Umfrage unter institutionellen Investoren zum Thema Private Debt sowie Berechnungen des CFin – Research Centers der Steinbeis Hochschule Berlin zeigen, wie hoch die Private-Debt-Gewichtung sein sollte, um eine Optimierung des Rendite-Risiko-Verhältnisses zu erzielen.

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Robert Massing, Solutio: „Ein bedeutender Erfolgsfaktor von Private Debt ist die diversifizierende Wirkung auf das Portfolio institutioneller Investoren. Durch eine Beimischung dieser Anlageklasse kann eine Optimierung des Rendite-Risiko-Verhältnisses erzielt werden."
 
© Solutio AG

Großanleger sollten in ihren Portfolios Private Debt wesentlich höher gewichten, um damit ein besseres Chancen-/Risikoverhältnis zu bekommen. Das ergibt zumindest die wissenschaftliche Studie „Private Debt im Portfoliokontext – Schwerpunkt Corporate Debt“, bei der die Erfolgsfaktoren und Hemmnisse der alternativen Anlageklasse untersucht und eine Empfehlung für die „ideale“ Private Debt-Quote ausgesprochen wurde.

Seriöser Hintergrund
Bei dem Forschungsprojekt der Solutio AG, von Pantheon Ventures und des CFin – Research Centers der Steinbeis Hochschule Berlin wurden beispielsweise Anforderungen institutioneller Investoren an die Ausgestaltung der Produkte und die Leistungen der Emittenten analysiert, um entsprechende Erfolgsfaktoren abzuleiten. Für die Studie wurden 131 Fachexperten aus den Anlageabteilungen institutioneller Investoren befragt; zusätzlich führte das CFin sieben vertiefende Interviews.

Ideale Quote bei sieben Prozent
„Ein bedeutender Erfolgsfaktor von Private Debt ist die diversifizierende Wirkung auf das Portfolio institutioneller Investoren. Durch eine Beimischung dieser Anlageklasse kann eine Optimierung des Rendite-Risiko-Verhältnisses erzielt werden“, erklärte Solutio-Managing Partner Robert Massing.

Nach Berechnungen des CFin liegt der optimale Anteil von Private Debt im Modellportfolio eines institutionellen Investors bei 7,01 Prozent. „Derzeit liegt der Private-Debt-Anteil in den Portfolios im Schnitt bei 1,3 Prozent. Die Assetklasse hat somit weiterhin ein sehr hohes Wachstumspotenzial“, betonte Robert Massing.

Die Teilnehmer der Studie bestätigen diesen Trend: Bereits heute halten 30 Prozent der befragten Unternehmen Private Debt im Portfolio. Weitere 24 Prozent planen eine Investition in der Zukunft. Von den bereits investierenden Unternehmen streben fast zwei Drittel (62 Prozent) eine langfristige Erhöhung des Anteils in ihren Portfolios an.

Regulierung sorgt für Rückenwind
Private Debt als Anlageklasse ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Während sich das Anlagevolumen im Jahr 2010 weltweit noch auf 331 Milliarden US-Dollar belief, sind es für Ende 2018 hochgerechnet bereits 755 Milliarden US-Dollar.

„Das Niedrigzinsumfeld, der politische Wille und die Regulierungen – insbesondere die Solvency II-Richtlinie – begünstigen die positive Marktentwicklung von Private Debt“, sagte Professor Jens Kleine vom CFin. Die weltweite jährliche Wachstumsrate der Private Debt under Management liege bei 10,7 Prozent.

Viele Wege führen zum Ziel
Investoren haben die Möglichkeit, direkt oder über einen speziell aufgelegten Debt Fonds zu investieren, der das Kapital an ausgewählte Kreditnehmer weiterreicht. Alternativ kann die Kreditvergabe auch über eine so genannte Fronting-Bank abgewickelt werden. Investitionsziele von Debt Fonds (Underlying) sind vorwiegend Unternehmen, Infrastruktur und Immobilien. Größte Anlegergruppen sind der Studie zufolge Pensionsfonds (31 %), Versicherungen (18 %) und Stiftungen (13 %). (aa)

 

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