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Studie: Nur wenige Asset Manager wachsen profitabel

Die Fondsbranche verzeichnete in den vergangenen Jahren satte Zuwächse. Dies überdeckte so manche Probleme, meinen die Branchenkenner der Unternehmensberatung Zeb. Der Preis- und Kostendruck werden jedoch zunehmen.

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© Jakub Jirsák / stock.adobe.com

Einer Auswertung der Unternehmensberatung Zeb zufolge gelingt es nur knapp einem Viertel der Fondsgesellschaften, ein profitables Wachstum zu erzielen. Bei zehn Prozent schrumpfte über die vergangenen Jahre sogar das Geschäft – trotz der Börsenhausse und der Glanzzeit für die Vermögensverwaltungsbranche. Der Großteil der Asset Manager, rund 65 Prozent, ringt der Zeb-Studie zufolge mit hohen Kosten oder einem unterdurchschnittlichen Wachstum – oder beidem zugleich.

Die auf die Finanzbranche spezialisierte Beratungsgesellschaft hat für ihre Studie die größten 46 Fondsgesellschaften mit starker Präsenz auf dem europäischen Mart untersucht. Die Auswahl reicht von Branchengrößen wir Blackrock, State Street und J.P. Morgan Asset Management über Aberdeen Standard Investment, Franklin Templeton sowie Schroders bis hin zu Vontobel Asset Management und der Man Group. Auch deutsche Asset Manager sind vertreten: DWS, Allianz Global Investors, Union Investment und Dekabank sowie Helaba Invest, Bayern Invest und LBBW Asset Management.

"Beneidenswerte Profitabilität unter Druck"
Den Zeb-Experten zufolge gerät "die beneidenswerte Profitabilität der Branche immer mehr unter Druck." Die branchenweit geringe Outperformance gegenüber den Vergleichsbarometern, eine höhere Transparenz und eine stärkere Konkurrenz durch passive Produkte drücken die Preise. Demgegenüber steigen die Kosten durch striktere Regulierung, die digitale Transformation sowie steigende Ansprüche der Kunden.

Nach der Auswertung der Unternehmenskennzahlen kommen die Branchenbeobachter zu dem Schluss, dass die Gewinnmargen vor allem deshalb bislang stabil blieben, da der wachsende Ertrags- und Kostendruck durch das Wachstum der Branche überkompensiert wurden. In den vergangenen fünf Jahren betrug das Umsatzwachstum im Schnitt 14 Prozent per annum.

Problem in der Mitte
Mittelgroße Anbieter würden die niedrigsten Wachstumsraten und die geringste Profitabilität aufweisen. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen anderer Studien. Ein hoher Anteil am margenstarken Retailgeschäft oder eine Ausrichtung auf alternative Anlagen, bei denen immer mehr Anbieter ihr Heil suchen, sei aber keine Garantie für höhere Gewinne, betonen die Consultants. Die Ertragslage hänge immer auch mit dem jeweiligen Geschäftsmodell des Asset Managers zusammen. (ert)

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