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Studie für mehr Klarheit bei nachhaltigen Anlageprodukten

Einer der führenden nachhaltigen Asset Manager im deutschsprachigen Raum, die EB-SIM, und ihre Muttergesellschaft, die Evangelische Bank (EB), wollen Investoren mehr Klarheit über die Nachhaltigkeit und Wirkung von Anlageprodukten verschaffen.

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Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der EB
© Evangelische Bank

Dazu fördern sie ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten in Hamburg und Kassel. Hierdurch soll auch „Impact Washing“, also der irreführenden Beschreibung von eigentlich konventionellen Angeboten als „Impact Investments“, ein Riegel vorgeschoben werden. Abschließende Ergebnisse des Vorhabens werden Anfang 2023 erwartet.

Details zum Forschungsprojekt
Das Forschungsprojekt wird an der Universität Kassel von Prof. Dr. Christian Klein betreut, der am Institut für Betriebswirtschaftslehre das Fachgebiet Nachhaltige Finanzwirtschaft vertritt. An der Universität Hamburg hat Prof. Dr. Timo Busch von der Professur für BWL, insbesondere Energie- und Umweltmanagement, die Leitung inne.

Dr. Oliver Pfeil, Chief Investment Officer und Sprecher der Geschäftsführung der EB-SIM, sagt über das Forschungsprojekt: „Die Nachhaltigkeit und Wirkung von Anlageprodukten darf nicht zur Schönfärberei verkommen. Die Anleger haben ein Recht auf klar definierte, transparente und verbindliche Standards. Sie müssen eindeutig erkennen und vergleichen können, welche ökologischen, sozialen und unternehmensethischen Auswirkungen ihre Investitionen haben. Für uns als Anbieter, der sich seit jeher über Nachhaltigkeit definiert, sind die Ziele des Forschungsprojekts von zentraler Bedeutung.“

EU-Offenlegungsverordnung mit zu großen Interpretationsspielräumen
Die Initiatoren des Forschungsprojekts teilen die Auffassung, dass die im März in Kraft getretene EU-Offenlegungsverordnung zu große Interpretationsspielräume zulässt. Das hat dazu geführt, dass einige Produkte über Nacht zu nachhaltigen beziehungsweise Impact Fonds avancierten, ohne dass sich die Anlagestrategie dem angepasst hätte. Um Verbraucher zu schützen, bedarf es ihrer Ansicht nach einer begrifflichen Übereinkunft. Pfeil erläutert: „In einem ersten Schritt haben die Autoren der Studie daher den noch unscharfen Begriff ‚Impact Investments‘ als Investitionen bezeichnet, die zur Lösung ökologischer, sozialer und unternehmensethischer Probleme und/oder zur Abmilderung der Folge dieser Probleme beitragen. Ihrer Ansicht nach wollen diese Anlagen reale Veränderungen hervorrufen.“

Sustainable Finance 3.0
Das Forschungsprojekt trägt den Namen „Sustainable Finance 3.0: The Effectiveness of Impact Investments“ und behandelt vor allem folgende drei Themenkomplexe:

- Eine akademische Studie, die der abschließenden Definition und Einordnung von Impact Investments dient, ist bereits erstellt. Dabei wurde insbesondere der Unterschied zwischen „Impact-Aligned Investments“ und „Impact-Generating Investments“ herausgearbeitet.
- Die Analyse des Wirkungsgrads von Fonds im Vergleich zu ihrer jeweiligen Benchmark.
- Eine Auswertung, ob Social Responsible Investment-Labels einen Rückschluss auf den Wirkungsgrad der jeweiligen Fonds zulassen und ob sich dieser Zusammenhang zwischen den jeweiligen Siegeln unterscheidet.

Wissensaustausch von Forschung und Praxis
Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der EB, betont: „Mit der Kooperation schaffen wir einen intensiven Wissensaustausch von Forschung und Praxis, der explizit auch den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern soll. Insofern zahlt das Projekt auch auf das von der EB-Gruppe forcierte gesellschaftliche und soziale Engagement ein. Wir sind davon überzeugt, dass Impact und finanzieller Erfolg Hand in Hand gehen.“ (kb)

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