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So bewerten 155 Ökonomen die Notmaßnahmen der Politik

Das 28. Ökonomenpanel von Ifo Institut und FAZ widmete sich den wirtschaftspolitischen Strategien zur Krisenbewältigung in Deutschland und auf europäischer Ebene.

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Unterschiedliche Bewertung des EZB-Anleihekaufprogramms
Die Coronakrise hat schon jetzt eine geldpolitische Dimension. Im Gegensatz zur Finanzkrise 2007/2008 sind Leitzinssenkungen als klassische geldpolitische Maßnahmen aufgrund der bereits sehr niedrigen bis negativen Zinssätze kaum mehr möglich. Die EZB gab daher am 18. März 2020 ein erweitertes Anleihekaufprogramm in Höhe von 750 Milliarden Euro bis Ende 2020 bekannt (Pandemic Emergency Purchase Programme, PEPP). Mit dem zusätzlichen Notenbankgeld will die EZB in den kommenden Monaten europäische Staats- und Unternehmensanleihen kaufen. 48 Prozent der Teilnehmer des Ökonomenpanels halten das Anleihekaufprogramm der EZB für die richtige geldpolitische Reaktion auf die Coronakrise und begründen dies mit der notwendigen Bereitstellung von Liquidität und der Beruhigung der Finanzmärkte. 20 Prozent sprechen sich gegen das Anleihekaufprogramm aus, da Geldpolitik nicht das richtige Mittel sei, um auf den Angebotsschock der Coronakrise zu reagieren und eventuell falsche Anreize für Staaten setze.
© ifo Institut

Die Corona-Pandemie trifft die Wirtschaft heftig. Regierungen und Notenbanken weltweit reagieren mit umfangreichen Hilfspaketen auf die Krise. Ziel der fiskal- und geldpolitischen Instrumente ist es, die Folgen einer Rezession abzufedern. Auch für Deutschland sind die gegenwärtigen wirtschaftspolitischen Herausforderungen immens. Es handelt sich um einen gleichzeitigen Angebots- und Nachfrageschock mit einer Einschränkung globaler Wertschöpfungsketten.

Im Ökonomenpanel von Ifo Institut und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) werden alle zwei Monate Professoren der Volkswirtschaftslehre an deutschen Universitäten zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen befragt. Der Öffentlichkeit soll somit eine differenzierte ökonomische Sichtweise zu gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen Deutschlands präsentiert werden.

Speziell in dieser historischen Krise wurden die Ergebnisse dieses 28. Panels, an dem 155 ÖkonomInnen teilnahmen, mit besonderer Spannung erwartet – klicken Sie sich durch unsere Grafikstrecke oben. (mb)

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