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Sind die Aktienmärkte nach den Rückschlägen 2018 attraktiv bewertet?

Norbert Keimling, Head of Research bei StarCapital, hat sich die aktuelle Situation angesehen und in seine Modelle auf Basis der Shiller-KGVs und Kurs-Buchwert- sowie Dividendenrendite-Analysen integriert. Dabei kommt er zu einem differenzierten Ergebnis.

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Norbert Keimling, Head of Research bei der StarCapital AG
© StarCapital

Aktieninvestoren verbuchten 2018 in nahezu allen Ländern Rückschläge. 34 von 40 Ländern weisen zum Jahresende ein negatives 52-Wochenmomentum in Euro auf. "Mit den Kursrückgängen hat sich die Überbewertung zahlreicher Länder abgebaut. Nach unseren Untersuchungen sind Aktien bei einem CAPE (Cyclically Adjusted Price-to-Earnings Ratio nach Robert Shiller) unter 18 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,8 fair bewertet", stellt Norbert Kemling fest.

Zahl der überbewerteten Länger geht deutlich von 18 auf sieben zurück
Notierten Anfang 2018 noch 18 Länder über ihren fairen Wert und 14 Länder darunter, erscheinen aktuell nur noch sieben Länder überbewertet, während 18 Länder sowohl nach CAPE wie auch KBV unterbewertet sind. Die Rückschläge an den Börsen kamen - wie üblich - überraschend.

Klassische Prognosen wie fast immer weit an der Realität vorbei
Ende 2017 prognostizierten die renommiertesten Finanzinstitute im Mittel noch einen DAX-Stand von 14.009 Punkten für Ende 2018. "Mit einem DAX-Schlussstand von 10.559 Punkten verschätzten sich die Experten im Jahr 2018 damit um 27 Prozent. Seit 2000 lagen Experten - mit ihren stets positiven Prognosen - im Mittel um 18 Prozent daneben, größere Korrekturen wurden in keinem Jahr vorhergesagt. Interessant: Investoren die seit 2000 jedes Jahr einen Wertzuwachs im DAX von konstant 7-16 Prozent vorhergesagt hätten, hätten den DAX genauso gut vorhergesagt, wie die aufwändig erstellten Expertenschätzungen", weiß Keimling.

Klassische Prognosen haben sich beim DAX grob verschätzt 

Quelle: StarCapital

Update zur weltweiten Aktienmarktbewertung
Was das Regionen-Ranking nach CAPE anbelangt, sind Emerging Markets, Europa und Asien unterbewertet, während sich Nordamerika weiterhin überteuert präsentiert.

RegionCAPE (zyklus-adjustiertes KGV)
Osteuropa8,7
Emerging Markets14,5
Asien (Emerging Markets)15,1
Europa (Developed Markets)16,5
Amerika (Emerging Markets)18,1
Globaler CAPE Durchschnitt18,3
Welt21,1
Entwickelte Märkte22,2
USA26,8

Ranking der günstigsten Länder nach ....

CAPEKBV (Kurs-Buchwert)Dividendenrendite
Russland (6,4)​Griechenland (0,6)Tschechien (6,4%)
Türkei (7,8)China (0,8)Russland (6,3%)
Tschechien (9,6)Russland (0,9)Portugal (5,1%)

Update zu den Renditeerwartungen auf Basis von CAPE und KBV
Welche Aktienmarktrenditen können Investoren langfristig (10-15 Jahre) auf Basis der fundamentalen Bewertung real erwarten?

Weltaktienmarkt6,3% p.a
USA3,9% p.a.
Europa7,7% p.a.
Emerging Markets8,1% p.a.

 Länder mit den höchsten langfristigen Renditeerwartungen

Russland13,2% p.a.
Türkei11,6% p.a.
Südkorea10,7% p.a.

Länder mit den niedrigsten langfristigen Renditeerwartungen

Dänemark 3,6% p.a.
USA3,9% p.a.
Irland 4,7% p.a.

Welche realen Renditen von welchen Staaten langfristig zu erwarten sind 
Die folgende Weltkarte beleuchtet das langfristige Aktienmarktpotential für die 20 größten Volkswirtschaften auf Basis von CAPE- und KBV-Bewertungen. Dabei zeigen die Schwellenländer das höchste und die USA das niedrigste Renditepotential. 

Quelle: StarCapital

Die Unsicherheiten CAPE-basierter Renditeschätzungen visualisiert die folgende Darstellung.
Keimling: "So wurden in den letzten Jahrzehnten beispielsweise auf ein CAPE von 16,4 - wie wir es aktuell in Deutschland sehen - langfristig in der Regel Wertzuwächse von jährlich fünf bis neun Prozent erzielt. In einigen wenigen Ausreißerjahren wurden jedoch auch Wertzuwächse von null bis vierzehn Prozent beobachtet."

Ertragsverteilungen 
Der folgende Chart illustriert, innerhalb welcher Bandbreite - bei der gegenwärtigen CAPE-Bewertung von 17 Aktienmärkten - deren realten Renditen seit 1881 streuen. Auf dem aktuellen CAPE-Bewertungsniveau waren die langfristigen Renditen von Russland, Spanien, Süd-Korea und China niemals negativ.

Quelle: StarCapital

(kb)

 

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