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Scientific Beta steht zu Rolle des Size-Faktors in Multi-Faktor-Ansatz

Nachdem AQR auf seiner Website eine Research Note mit dem Titel "There is No Size Effect: Daily Edition" publizierte, rückt Scientific Beta zur Verteidigung des Size-Faktors in Multi-Faktor-Portfolios aus.

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Dr. Felix Goltz, Research Director bei Scientific Beta und einer der beiden Verfasser der Replik auf AQRs Papier.
© EDHEC

Die kurze Replik von Scientific Beta trägt den Titel "The Size Factor Still Has Its Place in Multi-Factor Portfolios". In diesem als Reposte gedachten Papier stellt Scientific Beta die Relevanz der von AQR gezogenen Schlussfolgerungen in Frage.

Size-Prämie mitten im Gelehrtenstreit
AQR unterstrich seine schon früher geäußerte Ansicht, dass es den Size-Faktor gar nicht gäbe. Die Resultate von AQR-Untersuchungen hätten nämlich gezeigt, dass Size keine Risikoprämie besitze, wenn man den Marktfaktor in Betracht zieht. Im Besonderen schätzten sie das Interzept (y-Achsenabschnitt) in einer Zeitreihen-Regression, wo der Size-Faktor Ertrag auf den Ertrag des Martfaktors regressiert wird. AQR-Experten stellten fest, dass eine  Erhöhung der Anzahl an unabhängigen Variablen mit einer zeitverzögerten Marktrendite in Ergänzung zur gegenwärtigen Marktrendite zu einer insiginifkanten Size-Prämie führt.

Multi-Faktor-Portfolio profitiert vom Size-Faktor
Scientific Beta stellt die Frage nach der praktischen Relevanz: Kann der Size-Faktor wertsteigernd in einem Multi-Faktor-Portfolio wirken? Wenn man andere potentielle Faktor-Exposures neben dem Marktfaktor in einem Portfolio in Betracht ziehe, so verbessere die Hinzufügung des Size-Faktors die Risko-/Ertragseigenschaften des Portfolios. Size sei ein starker Diversifikator anderer traditioneller Risikofaktoren und wirke konsequenterweise wertsteigernd im Portfolio-Kontext. Analysen, die davon absähen, Exposure zu Faktoren wie Momentum oder Profitabilität einzugehen, seien von geringer praktischer Relevanz für Investoren, schießt Scientific Beta zurück. 

Mehrheit der Akademiker bestätigt Existenz des Size-Faktors
Des Weiteren sei festzuhalten, dass die Feststellung, es gebe keinen Size-Faktor, sich im Widerspruch zu vielen akademischen Pricing-Modellen befinde, die schlössen, dass der Size-Faktor zur Erklärung der Renditen beitrage. Diese Modelle, die andere Faktoren als den Marktfaktor miteinschlössen, böten aussagekräftige Schlussfolgerungen für Investoren. (kb)

 

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